Unwetter am Montag Mehr als 240 Einsätze durch Sturm in Bonn und der Region

Update | Bonn/Region · Umgestürzte Bäume und gesperrte Straßen waren die Folgen eines Unwetters am Montag. Die Feuerwehren in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis rückten zu mehr als 240 Einsätzen aus. In der Nonnenstrombergstraße demolierte ein Baum gleich sieben Autos auf einmal.

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Am späten Montagnachmittag hat ein Unwetter über Bonn und der Region für Sturmschäden gesorgt. Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand niemand. Die Feuerwehr Bonn musste aufgrund des Sturmtiefs zu etwa 60 Einsätzen ausrücken, wie sie auf der Plattform X mitteilte. Hauptsächlich wurden Schäden und Störungen durch umgestürzte Bäume auf Straßen, Fahrzeugen und an Gebäuden beseitigt.

In der Bonner Servatiusstraße war auf Höhe des Spielplatzes „Am Weckhasen“ ein dicker Ast auf der Straße gelandet und hat den Verkehr blockiert. Laut Einsatzkräften vor Ort gab es keine Verletzten oder Blechschäden. Der Baum wurde von den Einsatzkräften zersägt und beseitigt. Die Straße war vorübergehend gesperrt.

Am Wittelsbacherring in Bonn sind mehrere Äste, zwei Straßenlaternen und eine zugehörige Leitung auf die Fahrbahn gestürzt. Eine weitere Leitung, die zwei weitere Laternen versorgt, wurde abgerissen. Die Stadtwerke Bonn (SWB) kümmerten sich um die Entsorgung loser Äste sowie um die Straßenbeleuchtung. Der Wittelsbacherring war vorübergehend gesperrt. Auch am Beethovenplatz blockierten herabgefallene und weggeschnittene Äste etwa die Hälfte der Fahrbahn.

Auf der Mittelstraße in Plittersdorf stürzte ein Baum auf das Dach eines Mehrfamilienhauses und drohte auf die Straße zu kippen. Der Baum wurde mit Hilfe eines Feuerwehrkrans entfernt. Auch hier wurde glücklicherweise niemand verletzt.

Nach GA-Informationen ist auch in der Nonnenstrombergstraße (Hardtberg) durch den Sturm ein Baum umgerissen worden. Er traf demnach sieben Autos auf einmal und verursachte massive Schäden. Am Montagabend war bereits eine Fachfirma vor Ort, um den Baum zu zerlegen. Ein Anwohner berichtete dem GA vor Ort, er habe vom Küchenfenster aus beobachtet, wie der Baum umgeknickt sei. „Es war wie im Film“, sagt Mousa (16), der den Baum ebenfalls von dem Wohnungsfenster aus fallen sah.

Mehrere Einsätze im Rhein-Sieg-Kreis

Im gesamten Rhein-Sieg-Kreis liefen 185 Einsätze, wie die Leitstelle mitteilte. Die Feuerwehr Troisdorf war zu insgesamt 22 Einsätzen gerufen wurden, wie sie in einer Mitteilung schrieb. Auch hier handelte es sich hauptsächlich um die Beseitigung von Ästen und Baumteilen von Straßen und Wegen.

Einiges zu bekommen hatten anlässlich des gestrigen Sturmtiefs auch die Feuerwehrwehren im Vorgebirge. Ingesamt neun Einsätze zählte die Wachtberger Feuerwehr. Laut Wehrsprecher Michael Ruck waren dabei umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste der Anlass für die Einsätze gewesen. Zudem mussten an der Burg Adendorf umgewehte Pavillons der anstehende Landpartie wieder aufgerichtet werden.

In Lohmar musste die Feuerwehr einen Baum von der A 3 räumen. Die Einsatzkräfte sperrten daraufhin die betroffenen Fahrspuren und beseitigten das Verkehrshindernis. Der Baum lag auf dem Seitenstreifen und der ersten Fahrspur. Zahlreiche Bäume waren auch auf die Wahnbachtalstraße gekippt. Die Feuerwehr war mehrere Stunden im Einsatz um die Straße wieder befahrbar zu machen.

Die Sturmböen haben auch in Königswinter für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr gesorgt. Insgesamt wurden 28 Einsätze gemeldet. 130 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Betroffen war auch die Auffahrt Königswinter der B42, dort stürzte ein größerer Baum um. In Stieldorf wurde ein geparkter Pkw von einem umgestürzten Baum stark geschädigt. Gegen 20 Uhr waren die meisten Einsatzstellen abgearbeitet.

Einschränkungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn

In Köln wurde ein Bus der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) von einem umgestürzten Baum beschädigt. Der Fahrer sei leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Feuerwehr am Abend mit. Mehrere umgestürzte Bäume und abgeknickte Äste behinderten am Abend den Verkehr in der Domstadt.

Einschränkungen gab es auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn. So wurden der Bahn zufolge ICE-Züge zwischen Bonn und Koblenz umgeleitet, die Halte Bonn, Remagen und Andernach entfielen. Einen Ersatzhalt gab es in Bonn-Beuel.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte im Vorfeld vor starken Sturmböen und Gewitter gewarnt. Die Warnung betraf Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis, den Kreis Ahrweiler, Kreis Neuwied und Köln. Für Dienstag gilt erneut eine Warnung vor Sturmböen.

(ga)
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