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Randale an der Domhofschule in Mehlem: Sicherheitsdienst sorgt für mehr Ruhe

Randale an der Domhofschule in Mehlem : Sicherheitsdienst sorgt für mehr Ruhe

Zwölf Aufenthaltsverbote der Polizei tragen zur Entspannung auf dem Gelände der alten und neuen Domhofschule an der Friedrich-Bleek-Straße in Mehlem bei. Im Juli gab es zudem zwei Platzverweise.

Seit Anfang Juli hat ein Sicherheitsdienst das Gelände der alten und neuen Domhofschule an der Friedrich-Bleek-Straße im Blick. Dies zeigt anscheinend Wirkung: Klagten Anwohner immer wieder über Ruhestörungen, Vandalismus und Trinkgelage, soll es seit Beginn der Sommerferien laut Pfarrer Klaus Merkes spürbar ruhiger auf dem Areal geworden sein. Das bestätigt auch eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Auch die Polizei hat dazu beigetragen, dass sich die Situation entspannt hat. Wie berichtet, haben die Beamten im Zuge des neuen Sicherheitskonzeptes für Bad Godesberg zwölf Aufenthaltsverbote gegen polizeibekannte junge Männer erteilt. Soll heißen, dass sich die jugendlichen Straftäter bis Mitte September zwischen 20 und 6 Uhr von Parks und Plätzen fernhalten müssen.

Derzeit entsteht eine neue Kita auf dem Areal

Dazu gehört auch das Areal der Domhofschule, so ein Sprecher. Doch auch wenn diese Zwölf das Areal an der Friedrich-Bleek-Straße seit ein paar Wochen meiden, verzeichnete die Polizei dort einige Einsätze. Im Mai, Juni und Juli mussten die Beamten 18 Mal zur Domhofschule ausrücken, darin enthalten sind 15 Einsätze wegen Ruhestörung, teilte die Polizei auf GA-Anfrage mit. Am 12. und am 13. Juli seien zwei Platzverweise ausgesprochen worden.

Generell aber wird es auf dem Grundstück bald anders aussehen. Denn in den kommenden Monaten soll in der ehemaligen Domhofschule eine Kindertagesstätte entstehen. Zurzeit werden die Kinder in einem Container-Provisorium betreut. Anfang Juli ist der Startschuss gefallen: Zunächst wurde ein Bauzaun aufgestellt und das Gebäude, das kernsaniert werden soll, eingerüstet, so das städtische Presseamt.

In dem alten Gebäude wurde das alte Equipment ausgebaut, so mussten Decken, Böden, sanitäre Anlagen und Heizkörper weichen, Rohrleitungen und die gesamte alte Technik wurden demontiert. Parallel dazu wurden Zwischenwände und massivere Einbauten, die nicht mehr benötigt werden, abgebrochen. Als nächstes sind die alten Fenster und die Dachaufbauten an der Reihe, sie werden ebenfalls ausgebaut. Ist das alles erledigt, „beginnt der konstruktive und technische Neuaufbau Im Gebäudeinneren und an den Fassaden“, so das Presseamt.