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Godesberger Siebengebirgsterrassen: Soka-Bau bleibt bei hoher Miete für Kindergarten in Pennenfeld

Godesberger Siebengebirgsterrassen : Soka-Bau bleibt bei hoher Miete für Kindergarten in Pennenfeld

Nachverhandlungen mit der Soka-Bau sind erfolglos geblieben. Die Miete für den Kindergarten in den Neubauten der Siebengebirgsterrassen soll bei 13,50 pro Quadratmeter liegen.

13,50 Euro pro Quadratmeter Miete für den Kindergarten: Dabei bleibt es. Die Stadt ist bei ihren Nachverhandlungen mit der Soka-Bau erfolglos geblieben. Es geht dabei um die Einrichtung einer viergruppigen Kita in den Neubauten der Siebengebirgsterrassen an der Deutschherrenstraße.

Das Thema wurde im Betriebsausschuss SGB (Städtisches Gebäudemanagement) im Juni noch vertagt, da einige Politiker die Mietforderungen als zu hoch erachteten. Sie vermuten, dass dies damit zusammenhängt, dass die Stadt händeringend nach Räumen für neue Kindergärten sucht und die Preise entsprechend steigen.

Um in Bonn die vorgegebenen Quoten zu erfüllen, müssen in den nächsten fünf Jahren 2000 Kindergartenplätze geschaffen werden. Ein ähnliches Beispiel mit hohen Mieten gab es bereits in Auerberg. Das Problem ist unter anderem, dass sich diese Forderungen nicht mehr, wie eigentlich gedacht, über die Regelungen des Kibiz (Kinderbildungsgesetz) komplett refinanzieren lassen.

Nach Angaben der Verwaltung teilte Soka abschließend mit, dass der Mietpreis von 13,50 Euro pro Quadratmeter „vor dem Hintergrund der vom Vermieter gemachten Zusagen zum Ausbaustandard und aufgrund der Zugeständnisse im Rahmen der mietvertraglichen Regelungen (Verzicht in den Bereichen Mieterhöhung, Instandhaltung, Schönheitsreparaturen) nicht mehr verhandelbar“ ist.

Der Träger Fröbel NRW und das Jugendamt benötigten nun „dringend Planungssicherheit“, so die Stadt, denn Anfang 2019 soll der Kindergarten eröffnet werden. Er ist 725 Quadratmeter groß, das Außengelände misst 1125 Quadratmeter. Miete und Betriebskosten zusammengerechnet, ergeben nun eine jährliche Summe von 152.250 Euro. Die Kibiz-Erstattung abgerechnet, kommen auf die Stadt im Schnitt jährlich rund 26 000 Euro zu.

Per Dringlichkeitsentscheid gab es nun grünes Licht. Der Bürger Bund Bonn blieb allerdings bei seiner Ablehnung, weil ihm die Miete weiterhin zu hoch ist.