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Unwetter hinterließ Spuren: Spielplatz an der Brunnenallee bis Ende September gesperrt

Unwetter hinterließ Spuren : Spielplatz an der Brunnenallee bis Ende September gesperrt

Seit dem Unwetter am 14. Juli ist der Spielplatz an der Brunnenallee gesperrt. Der benachbarte Godesberger Bach hatte die Fläche überschwemmt. Bereits vor fünf Jahren sollte die Spielfläche verlegt werden.

Der Spielplatz an der Brunnenallee könnte nicht schöner gelegen sein: Zwischen der Straße und dem Spielplatz liegt eine große Wiese, Bäume spenden Schatten und man hört das Rauschen des nahen Godesberger Bachs. Doch gerade der Bach ist für den Spielplatz ein großes Problem. Bei dem Starkregenereignis am 14. Juli trat der Godesberger Bach auch an dieser Stelle über seine Ufer und überflutete den Spielplatz und die nahe Wiese.

Feuerwehr und THW errichteten Wasserbarriere in der Nähe des Spielplatzes

Um die Bad Godesberger Innenstadt vor dem Wasser zu schützen, errichtete die Bonner Berufsfeuerwehr gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk noch in der Nacht auf den 15. Juli eine spezielle Barriere, damit das Wasser sich nicht seinen Weg über die Brunnenallee zur Fronhofer Galeria sucht. Ganz so schlimm kam es in jener Nacht nicht, allerdings ist seitdem der Spielplatz gesperrt. Die Stadtverwaltung ließ einen hohen Bauzaun um das Gelände errichten.Vor allem der Sand hat anscheinend die Überschwemmung nicht ganz ohne Spuren überstanden.

Sand wurde durch Überschwemmung in Mitleidenschaft gezogen

„Beschädigt wurden vor allem die Fallschutzflächen – die eingefassten Sandflächen“, erklärte Markus Schmitz vom städtischen Presseamt auf Nachfrage. Daher müssten durch die Stadt nun vor allem die Einfassungen der Fallschutzflächen überprüft werden, außerdem müsse der Sand ausgetauscht werden. „Es fallen keine zusätzlichen Kosten an, da diese Arbeiten von Mitarbeitenden des Amtes für Umwelt und Stadtgrün übernommen werden“, so Schmitz.

Spielplatz liegt im Überschwemmungsgebiet

Dass es zu der Überschwemmung kam, ist allerdings nicht verwunderlich. Denn das Gebiet und auch die nahe Brunnenallee gehören bei einem starken Regen laut der Starkregengefahrenkarte zum Überflutungsgebiet des Godesberger Bachs. Laut Legende der Karte sei vor Ort ein Wasserstand von bis zu einem halben Meter durchaus realistisch.

Laut dem städtischen Presseamt soll der Spielplatz „voraussichtlich bis Ende September“ wieder so hergerichtet sein, dass er die Sicherheitsanforderungen erfüllt, so Schmitz. Auf die Frage, ob die Stadt Bonn den Spielplatz vor Überflutungen besser schützen möchte oder ob der Standort sogar aufgegeben wird, antwortete Schmitz: „Da der Spielplatz insbesondere bei Hochwasserereignissen unter Wasser steht, werden im Rahmen der Spielplatzbedarfsplanung, die derzeit für das gesamte Bonner Stadtgebiet erarbeitet wird, auch die Standorte im Stadtbezirk Godesberg geprüft“.

Bereits vor fünf Jahren sollte der Spielplatz verlegt werden

Bereits vor fünf Jahren gab es von der Verwaltung den Vorschlag nach einem Hochwasser des Godesberger Bachs den Spielplatz zu verlegen. Damals ergab eine Prüfung der Verwaltung, dass es keine Alternativstandorte zur Verfügung stehen würden. Man könne daher lediglich schauen, ob an der Grünanlage Brunnenallee eine neue Spielfläche installiert oder die vorhandene am Fronhof aufgewertet werden könnte, hieß es im März 2017 in einer Mitteilungsvorlage. Am Spielplatz an der Brunnenallee ist allerdings seitdem nichts passiert.