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SSV Plittersdorf: Stadt investiert rund 700.000 Euro in Kunstrasen

SSV Plittersdorf : Stadt investiert rund 700.000 Euro in Kunstrasen

Wovon viele Bonner Fußballvereine noch träumen, konnte der SSV Plittersdorf am Samstag einweihen: Der Sportplatz des Vereins an der Neckarstraße ist der zehnte, dem die Stadt Bonn einen Kunstrasenbelag ermöglicht hat. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch weihte ihn ein, indem er symbolisch das Spiel einer Plittersdorfer Jugendmannschaft gegen den SV Ennert anstieß.

Die Umwandlung von Tenne in Kunstrasen inklusive neuer Drainagen und Sammelleitungen hat laut Nimptsch rund 700.000 Euro gekostet und kann sich sehen lassen: Neben der immergrünen und die Gesundheit schonenden Spielfläche wurde auch eine neue 400-Meter-Laufstrecke aus wasserdurchlässigem Kunststoff angebracht - zum Schutz des Rasens vor Schmutz.

"12.000 Quadratmeter Tenne abzutragen ist keine Kleinigkeit", sagte der OB. Dafür hatte es eine gut einjährige Vorbereitungszeit gegeben, bevor im Juli mit den Arbeiten begonnen wurde. Jetzt fehlt dem Verein noch eine neue Umkleide. Das habe die Verwaltung im Blick, sagte Nimptsch zur ersten Vorsitzenden und dem Vereinsschatzmeister, Ingrid und Jan-Günther Naß.

"Wir hatten immer den Traum, dass wir diese Sportanlage füllen mit Kindern und Jugendlichen", sagte letzterer. Der Platz entstand 1985 und sein Zustand war nach 28 Jahren so schlecht, dass sich regelmäßig das Regenwasser auf dem Platz staute und diesen unbespielbar machte.

Jetzt muss sich der Verein, der den Platz zusammen mit den umliegenden Schulen nutzt, keine Sorgen mehr machen, dass ihm die Sportler weglaufen. Das sei eine tolle Sache für Bad Godesberg, sagte die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Hillevi Burmester. Sie lobte die gute Jugendarbeit des SSV Plittersdorf, der 15 Jugendmannschaften trainiert.

Auch Jürgen Bachmann, Vorsitzender des Fußballkreises Bonn, gratulierte. "Asche Ade!", rief er aus. "Jeder Euro, der in den Sport investiert wird, ist ein gut angelegter Euro." Er hoffe, dass sich diese Kunstrasen-Entwicklung so fortsetze, trotz knapper Haushaltskassen.

Vereinsvorsitzende Ingrid Naß appellierte an alle Nutzer: "Wir möchten, dass diese Anlage so schön bleibt." Deshalb solle man die Mülleimer nutzen und nicht auf Tore und Gebäude klettern. "Und die Sprunggrube ist kein Hundeklo!"