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Brunnenallee in Bad Godesberg: Stadt will Spielplatz verlegen

Brunnenallee in Bad Godesberg : Stadt will Spielplatz verlegen

Der Spielplatz an der Brunnenallee ist bei dem verheerenden Unwetter am 4. Juni erneut überschwemmt worden. Deswegen wurden die beiden Spielgeräte eingezäunt und können gar nicht mehr genutzt werden.

Das soll sich nach dem Wunsch der Verwaltung nun ändern – wenn auch an einem anderen Standort. Man wolle prüfen, welche alternativen Standorte für den hochwassergefährdeten Spielplatz zur Verfügung gestellt werden könnten und welche Kosten dies verursachen würde. Der Jugendhilfeausschuss hat dem Vorschlag der Verwaltung bereits einstimmig zugestimmt. Nun ist am Mittwoch, 5. Oktober, ab 17 Uhr in der Stadthalle die Bezirksvertretung am Zug.

Im statistischen Bezirk Bad Godesberg-Zentrum gebe es sechs Spielplätze oder Areale, auf denen einzelne kleine Federwippen für jüngere Kinder stehen: an der Brunnenallee, Am Kurpark, Am Fronhof sowie an der Aennchen-, der Sankt-Augustinus- und der Pfarrer-Minartz-Straße, so die Stadt. Insgesamt entspreche dies einer Spielplatzfläche von 6,5 Quadratmeter pro Kind im Alter von 0 bis 15 Jahren.

Gefahr bei Starkregen

Angestrebt seien sechs bis elf Quadratmeter, so die Begründung, warum der Spielplatz verlegt und nicht aufgegeben werden soll. Hinzu komme, dass es in Schweinheim nur einen Spielplatz gebe, und zwar am Lenkert. Somit sei die Fläche an der Brunnenallee auch für die Kinder ein Anlaufpunkt, die im östlichen Bereich von Schweinheim leben. „Ein Standort in der Umgebung des bestehenden Spielplatzes ist daher unverzichtbar“, so die Verwaltung.

Gehalten werden könne der Platz an der Brunnenallee nicht. Nicht nur, dass er bereits mehrfach überschwemmt wurde. Bei Starkregenereignissen entstünden dort in kürzester Zeit heftige Hochwasserwellen, „die sich mit großer Geschwindigkeit talwärts bewegen und so eine potenzielle Gefahr für die Nutzer des Spielplatzes darstellen“. Verschärft werde dies dadurch, dass die meisten Starkregenereignisse im Sommer stattfänden – zu einer Zeit also, in der die Spielplätze besonders häufig genutzt werden.

Doch was sagen die Nutzer zu dem Verwaltungsvorschlag? Feride Hartmann, die mit ihrem dreijährigen Enkel öfter dorthin geht, hält es für eine gute Idee, den Spielplatz zu verlegen. „Er ist zu nah am Bach.“