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Stadt lässt Verkehrsschild auf dem Heiderhof versetzen : Tempo-30-Schild ist jetzt besser zu sehen

Stadt lässt Verkehrsschild auf dem Heiderhof versetzen : Tempo-30-Schild ist jetzt besser zu sehen

Die Stadt hat ein Tempo-30-Schild im Schlehenweg versetzen und ein weiteres aufstellen lassen. Sie hat damit schnell auf einen Bürgerantrag reagiert.

Immer wieder wird der Stadtverwaltung vorgeworfen, dass sie zu langsam arbeite. Dass dies aber nicht immer zutrifft, beweist ein Bürgerantrag, der sich mit dem Schlehenweg auf dem Heiderhof beschäftigt.

Ein Anwohner der Straße hatte am 3. Oktober den entsprechenden Bürgerantrag gestellt. In diesem machte er auf die zum Teil schwierige Verkehrssituation im Schlehenweg aufmerksam.

Dabei bezog er sich insbesondere auf die Kreuzung Heiderhofring/Schlehenweg. Durch das Gefälle des Heiderhofringes und einem gleichzeitigen Abbiegen in den Schlehenweg könne man das dortige Schild, das die 30er-Zone ankündigt, kaum sehen. „Der aktuelle Standort ist sehr unglücklich gewählt. Entsprechend fährt die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer mit einer Geschwindigkeit deutlich über 30 km/h“, so der Antragssteller.

 Um dieses Problem zu lösen, schlug er vor, das vorhandene „Zone-30-Schild“ auf die gegenüberliegende Straßenseite des Schlehenwegs zu versetzen, so dass es jeder Autofahrerin und jedem Autofahrer gleich ins Auge springt. Alternativ schlug er vor, das Schild an einem „Galgengerüst“ anzubringen, wodurch es auch besser einzusehen sei.

Außerdem beklagte sich der Anwohner über das unzureichende Parkplatzangebot in der Straße. Dieses sei regelmäßig „ausgeschöpft“. Außerdem sei es nur eine Frage der Zeit, wann ein Fußgänger, der zwischen parkenden Autos den Schlehenweg überqueren will, „zum Unfallopfer werden wird“, heißt es in dem Antrag. Daher fordert er Kontrollen des Ordnungsamtes, um der Situation Herr zu werden. Ein weitere Lösungsvorschlag seinerseits: „Ergreifen von geeigneten Maßnahmen der Stadt Bonn dahingehend, dass Eigentümer von Garagen verpflichtet werden, diese zum Einstellen eines Pkw zu verwenden, anstatt dort Hausrat zu lagern“.

Wenige Tage nach dem Antrag hatte sich die Stadtverwaltung selbst ein Bild von der Lage gemacht. Demnach teilen die Experten der Stadt die Auffassung des Anwohners. „Nach der Verwaltungsvorschrift der Straßenverkehrsordnung ist am Anfang einer solchen Zone das Verkehrszeichen so aufzustellen, dass es bereits auf ausreichende Entfernung vor dem Einfahren in den Bereich wahrgenommen werden kann“, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung. Weiter: Dazu könne es erforderlich sein, dass das Zeichen von Einmündungen oder Kreuzungen abgesetzt aufgestellt wird. „Deshalb wird entsprechend einer verwaltungsinternen Abstimmung ein zweites Schild ‚Tempo-30-Zone’ auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Einfahrt in den Schlehenweg aufgestellt. Das vorhandene Schild wird etwas versetzt, um es besser erkennbar zu machen“, so die Abteilung für Bürger- und Straßenverkehrsangelegenheiten. Laut Markus Schmitz vom städtischen Presseamt wurde die Maßnahme bereits am 20. Oktober umgesetzt und kostete rund 300 Euro.

Außerdem teilte die Verwaltung in Bezug auf die Parkproblematik im Schlehenweg mit, dass dieser Bereich „im Rahmen der personellen und einsatzbedingten Möglichkeiten“, kontrolliert werde. Parkverstöße würden dann auch entsprechend geahndet.

Auch zu der Garagennutzung äußerte sich die Stadt und verwies auf Paragraph 2 (3) Ziffer 8 Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen. Demnach dienen Garagen dem Abstellen von Kraftfahrzeugen und/ oder Fahrrädern. „Sofern dem Bauordnungsamt bekannt wird, dass eine zweckwidrige Nutzung gegeben ist, wird sie an den Eigentümer der Garage herantreten und ihn zur zweckentsprechenden Nutzung auffordern“, so die Stadt.