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Bad Godesberger Politiker drängen: Terrasse der Godesburg soll bald verglast werden

Bad Godesberger Politiker drängen : Terrasse der Godesburg soll bald verglast werden

Die Bad Godesberger Politiker drängen die Verwaltung, nicht erst abzuwarten, bis Küche und Leitungen der Godesburg saniert sind. Sie fordern, dass die Terrasse baldigst verglast wird.

Mit dem im Volksmund „Duschvorhang“ genannten Wetterschutz an der Godesburg beschäftigte sich jetzt die Bezirksvertretung. Wie berichtet, hatte der Bürger Bund Bonn (BBB) in einer Großen Anfrage kritisiert, dass zwei Jahre nach der Bitte des Gremiums, den Außenbereich aufzuwerten, immer noch nichts geschehen sei.

Die Verwaltung wiederum hatte in ihrer Stellungnahme auf zunächst anstehende Sanierungsarbeiten in Küche, an Lüftungs- und Heizungsanlage sowie den Grundleitungen verwiesen. Das wurde fraktionsübergreifend eher kritisch gesehen.

In der Sitzung selbst gestand Sabine Ludolph vom Städtischen Gebäudemanagement (SGB), dass sie den Vorhang selbst „blöd“ fände. „Aber wenn der Bagger bei der Baustelleneinrichtung für die Sanierung die Scheibe direkt wieder kaputt macht, ist auch keinem geholfen“, so die Projektleiterin. Sie riet, nicht am falschen Ende anzufangen und betonte, die Stadt sei am Thema dran. Es gebe zwar seit Januar 2017 den Wunsch nach einer Entfernung des Wetterschutzes. „Wir müssen aber erst in der Küche etwas verändern, denn sie ist zu klein“, sagte Ludolph. Es breche aber derzeit nichts zusammen, versuchte sie zu beruhigen.

Ralf Jochen Ehresmann (Linke) wunderte sich, warum in so kurzer Zeit schon wieder solche Investitionen am Godesberger Wahrzeichen anstünden. 2003 hatte die Stadt die Godesburg bereits für rund 2,7 Millionen Euro saniert. „Die Pächterin hat seinerzeit die Lage falsch eingeschätzt, denn die Nebenräume sind zu klein“, sagte Ludolph in puncto Küchenvergrößerung. Zudem sei die Heizungsanlage damals noch funktionstüchtig gewesen. Ludolph kündigte an, bis Ende des Jahres zu allem eine Vorplanung vorlegen zu wollen.

Pächterin Marion Hauck hatte in einem GA-Gespräch betont, seit 50 Jahren sei an der Technik, unter anderem an den Leitungen, an den Rohren, am Zu- und Abwasser nichts getan worden.