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Vorbereitung für neue Spielzeit: Theatermalerin lässt Godesberger Spiegelzelt funkeln

Vorbereitung für neue Spielzeit : Theatermalerin lässt Godesberger Spiegelzelt funkeln

Theatermalerin Anja Kleinhans haucht den Neubauten rund um das Spiegelzelt an der B9 nostalgischen Charme ein. Selbst der Sanitärcontainer glitzert wie ein Sternenhimmel.

Es ist nicht alles Gold was glänzt: Anja Kleinhans streicht hauchdünnes Schlagmetall auf die Rahmen der künftigen Theaterkasse. Die Theatermalerin aus der Nähe von Berlin hat die Aufgabe, in „Malentes Theater Palast“ Altes und Neues so zu verbinden, dass am Ende die Illusion perfekt ist. Wie berichtet, bauen Knut Vanmarcke und Dirk Vossberg-Vanmarcke zurzeit an der Godesberger Allee 69 ihr eigens Theater auf. Premiere ist am 20. September mit der Revue „Mit 17 hat man noch Träume“.

Das belgische Spiegelzelt aus dem Jahr 1935 gibt Kleinhans die Richtung vor. „Ich möchte eine gemütliche, nostalgische Atmosphäre erzeugen“, sagt sie. Im Foyer ist sie gerade dabei, den Farbübergang am Garderobentresen zu malen. An der Wand hängt bereits eine Art-déco-Tapete mit dem typischen Rautenmuster. „Bei den Farben habe ich mich an den Gemälden an den Wänden des Spiegelzelts orientiert“, erklärt die Theatermalerin, die auch als Bühnenbildnerin für die Malente-Produktionen arbeitet. Vor 16 Jahren hat sie die Vanmarckes in Hamburg kennengelernt, als sie dort gerade das Theater „Fliegende Bauten“ bemalte. Sie wird auch das Bühnenbild zum „Weißen Rössl“ gestalten, das im November in „Malentes Theater Palast“ Premiere hat. Es wird auf jeden Fall eine Postkartenidylle.

Arbeiten im Zeitplan und Kostenrahmen

Laut Knut Vanmarcke liegen die Bauarbeiten sowohl im Zeitplan als auch im Kostenrahmen. Das alte Spiegelzelt wird durch Container ergänzt, die nun Stück für Stück hinter Tapete, Holz und Glitzerfolie verschwinden. Die Toiletten, eigentlich ein schlichter Sanitärcontainer, funkeln bereits wie ein Sternenhimmel.

Auch im Foyer soll alles stimmen, vom Türschild bis zur lackierten Leiste für die Gläser der Gäste. „Im Art déco bin ich nicht so zu Hause wie in der Wirtschaftswunderzeit, aber ich liebe diese alten Tapeten und besonders die Garderobe“, sagt Knut Vanmarcke. Von den kreativen Ideen der Theatermalerin lassen er und sein Mann sich deshalb gerne überzeugen. „Die Container und der alte Palast verbinden sich zu einer Einheit.“

Spielzeit ab 20. September

Anja Kleinhans möchte, dass das Theater gemütlich und urig wirkt. Das Spiegelzelt hat bereits schimmernde Glaselemente in Grün, Rot und Braun. Passend dazu kommen in den Wochen bis zur Premiere noch neue Samtpolster für die Bänke und das eine oder andere goldene Detail hinzu.

Die musikalische Komödie „Mit 17 hat man noch Träume“ eröffnet am 20. September die erste Spielzeit. Karten zu Preisen zwischen 25 und 45 Euro gibt es in den Bonnticket-Shops der GA-Zweigstellen. Die Theaterkasse im Vorzelt ist ebenfalls geöffnet. Bestellung unter 02 28/42 22 22 30, mehr Infos auf www.theaterpalast.de.