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Kommentar zur maroden Vereinshalle: Unhaltbare Zustände in Bad Godesberg

Kommentar zur maroden Vereinshalle : Unhaltbare Zustände in Bad Godesberg

Die sanitären Anlagen des Olympic Teakwondo Clubs stinken fast zum Himmel. Die Stadt ist in der Pflicht. Sie muss reagieren, auch im Sinne der Kinder und Jugendlichen, die dort ein und aus gehen.

Es stinkt nicht nur im übertragenen Sinn und der Bundestrainer ist sauer. Zu recht. Wer die Sportstätte des Olympic Taekwondo Club betritt und dort das stille Örtchen aufsucht, macht mindestens einen Schritt zurück.

Die Toiletten sind ebenso wie die Duschen in einem schlimmen Zustand. Dass Kinder vor und während des Trainings nicht mehr zur Trinkfalsche greifen, aus Ekel ansonsten eventuell auf Toilette zu müssen, ist skandalös. Dass Trainer eine Arbeit bei einem erfolgreichen Verein ablehnen, weil sie unter den Bedingungen nicht arbeiten wollen, schadet dem Club, den Sportlern und dem olympischen Gedanken. Der Godesberger Verein ist immerhin einer der größten Taekwondo-Clubs und Landesstützpunkt.

Hier finden Kadertraining mit dem Bundestrainer sowie Lehrgänge mit internationalen Talenten statt. Sie kommen dafür aus Köln und aus der ganzen Region. Früher gaben sich am Sportpark Pennenfeld sogar Talente aus Belgien die Türklinke in die Hand. Zudem nutzen einige Kampfsportler die seit Jahren geballte Taekwondo-Kompetenz in Bonn für die Vorbereitung auf Europa- oder Weltmeisterschaften.

Nicht zu vergessen sind all die Kinder und Jugendlichen aus Bad Godesberg, die zum Training und den Integrationskursen gehen. Hinzu kommen Schulsport und Kindergarenkurse sowie ein Gymnastiktreff. Für sie alle muss es doch möglich sein, in der städtischen Sporthalle ohne Ekel Duschen und Toiletten zu benutzen. Die Stadt hat dem OTC Zusagen gemacht, eine Sanierung in Aussicht gestellt und im Februar von einer zeitnahen Umsetzung gesprochen. Es schien, als hätte sie ihre Pflicht erkannt. Passiert ist bisher jedoch nichts und die Luft wird nicht besser.