Werthhovener Jugendtreff mit neuen Möbeln Uno zocken und an der Playstation daddeln

Wachtberg-Werthhoven · Die jungen Besucher des Werthhovener Jugendtreffs haben ihren Aufenthaltsraum renoviert und gemütlich gemacht. Anlass ist das zehnjährige Bestehen, das bald farbenfroh gefeiert wird. Was der Ort Kindern und Jugendlichen nun zu bieten hat.

 Die Playstation ist bei den Jugendlichen beliebt. Hier treten sie gemeinsam in einem Spiel an.

Die Playstation ist bei den Jugendlichen beliebt. Hier treten sie gemeinsam in einem Spiel an.

Foto: Axel Vogel

Die jungen Besucher des Jugendtreffs Werthhoven mögen es hell und bunt: Hell, weil sie erst vor Kurzem ihren Raum im Pössemer Treff renoviert haben und der nun viel gemütlicher und freundlicher aussieht. Bunt, weil es was zu feiern gibt. Nämlich das zehnjährige Bestehen als Holi-Festival mit vielen Farben.

Dass alles so gut läuft, daran ist der Bürgerverein Werthhoven 1972 nicht ganz unbeteiligt, ist er doch „seit eh und je Träger der freien Jugendarbeit“, sagt Kassierer Thomas Franz. Diese Besonderheit gibt es auch in Villip. Los ging alles mit Bastelstunden, die Mütter abgehalten hatten. „Dann erfolgte der Umbau zum Pössemer Treff“, sagt Franz. Seit 2014 befindet sich der offene Kinder- und Jugendtreff Werthhoven nun also im Untergeschoss.

Die Jugendlichen ab sechs Jahren, die kommen und gehen können, wann sie wollen, werden von sogenannten Teamern betreuet, das sind Jugendliche ab 16 Jahren. Hinzu kommt Jugendfachkraft Claudia Schmidt von der Gemeinde, die alles fachlich begleitet „und oft vor Ort ist“, sagt Jugendwart Markus Blum. Auch er kümmert sich drum, dass alles läuft. Zudem verwaltet er das Geld, stimmt Programme ab und verwaltet auch die Teamer.

Zehn Jahre Jugendarbeit haben ihre Spuren hinterlassen. So stand rund um und nach Ostern die Renovierung an, um den Kindern und Jugendlichen die Räume wieder attraktiv zu machen. Klar, dass die Kinder und Jugendlichen da mitreden durften und nach ihren Wünschen befragt wurden. „Dabei kam heraus, dass sich eine helle Gestaltung mit farblichen Akzenten gewünscht wurde“, sagt Franz. Also ran an die Pinsel und Farbrollen, Schmidt und Blum halfen dabei. Der Bürgerverein spendierte noch einige neue Möbel: Sideboard, Vitrine, Regal und Tisch. Der so neu gestaltete Jugendtreff wirke wie ein eigenes Wohnzimmer, so Franz. „Man fühlt sich gleich viel wohler.“

In einem nächsten Schritt wird nun noch der Mehrzweckraum mit einem Prallschutz versehen, sodass auch der wieder komplett genutzt werden kann und auch die sehr beliebten Rollbretter wieder durch den Raum rasen können.

Dieses Jahr soll auch noch ein neuer Kreativraum im alten Clubraum verwirklicht werden. Entsprechende Anträge laufen. Wenn die Zeit zu knapp wird, „dann nächstes Jahr“, sagt Blum, der im Treff groß geworden ist. Heute 30 Jahre alt, hat er selbst Sozialpädagogik studiert und arbeitet in einer stationären Wohngruppe im CJG Hermann-Josef-Haus.

Als ein weiterer Höhepunkt soll im Jugendtreff noch eine Edding-Graffiti-Wand gegenüber den Toiletten entstehen, um auch diesen Flur attraktiver zu gestalten. Laut Blum ist diese Technik besser als Sprayen, weil sie nicht so gesundheitsschädlich sei.

Viele Stammgäste

Im Schnitt kommen an drei Tagen in der Woche jeweils bis zu 15 Kinder vorbei, wobei es laut Blum auch mal nur drei oder ein anderes Mal sogar 20 sind – viele Stammgäste befinden sich darunter. „Sie freuen sich immer, wenn sie kommen“, sagt Blum. Auch wenn die Playstation ein Renner ist, unterhalten sie sich auch gern mal oder spielen eine Runde Uno. Abwechslung bieten Kicker, Nestschaukel, Indoor-Tischtennis und Fußball im Turnraum.

Auch Spezialaktionen gibt es: T-Shirt-Siebdruck, Halloween-Party, Ausflüge, Ferienprogramm und eben bald Edding-Graffiti. Wenn es nun so langsam mal schön draußen wird, werfen viele auch gern mal ein paar Körbe auf dem Basketballplatz.

In der Gemeinde gibt es viele Angebote für Jugendliche. So befindet sich etwa der Treff in Berkum etwas versteckt im Keller des Hauses Helvetia, Am Bollwerk 10. Im Wohn- und Gewerbepark befindet sich das Jugendhaus Villip, Zum Römerbrunnen 3. Es steht seit August 2006 den Kindern und Jugendlichen aus Villip und Umgebung zur Verfügung. Zum Jugendhaus gehören ein Bolzplatz, eine Tischtennisplatte, eine Basketballanlage, eine Graffitiwand und Sitzgelegenheiten im Außenbereich.

Die offene Tür Fritzdorf an der Raiffeisenstraße ist an drei Tagen in der Woche für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer Bildung, ihrer Hautfarbe und ihrem Geschlecht geöffnet. Früher Kindergarten, nun ein Jugendtreff in Pech. Am Langenacker 3 wird einiges angeboten. Der Niederbachemer Treff befindet sich seit März 2013 an der Mehlemer Straße 3, in der unteren Etage der ehemaligen Schule. In Adendorf treffen sich alle neben der Turnhalle, Neue Schule 11. „In unserer Holzhütte, auch JuTA genannt, könnt Ihr vorbeikommen, Freunde treffen und Eure Freizeit verbringen“, teilen die Organisatoren um Patricia Kammer mit.