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13 Künstler präsentieren ihre Werke im Glaskarree des Kunstvereins Bad Godesberg: „Ver-rückte“ Bilder und Objekte

13 Künstler präsentieren ihre Werke im Glaskarree des Kunstvereins Bad Godesberg : „Ver-rückte“ Bilder und Objekte

Den ersten Teil der Ausstellung „Ver-rückt“ besuchten Kunstinteressierte jüngst im Haus an der Redoute. Nun eröffnete der Kunstverein Bad Godesberg im Glaskarree Teil zwei der an insgesamt fünf verschiedenen Orten präsentierten Ausstellung.

Individuell stellen die Organisatoren Werke aus einem Pool verschiedener Künstler zusammen, um auch in Zeiten der Einschränkungen Kunstgenuss zu bieten. Dabei werden nie die gleichen Schaffensprodukte in der gleichen Kombination ausgestellt.

Von insgesamt 13 Künstlern sehen Interessierte seit dem 5. September im Glaskarree Bilder und zwei Objekte, entweder von außen durch das Glas hindurch oder zu den Öffnungszeiten aus der Nähe.

Spätberufen sei sie im Bereich der Malerei, sagte Ricarda Rommerscheidt von sich selbst. Ihr Hang zur Malerei war zwar schon früh vorhanden. Doch erst vor sieben Jahren begann sie, ihre kreativen Stärken in der Werkstatt für Kunst, arte fact in Bonn, und an der Alanus Hochschule unter fachkundiger Leitung zielgerichtet zu entwickeln.

Für die Ausstellung „ver-rückt“ hatte sie sich für das Bild „Ekstase“ entschieden. Gerade zu diesem Bild habe sie viele sehr verschiedene Spiegelungen der individuellen Rezeption erhalten, sagte Rommerscheidt. „Manche empfinden die Personen als aufgedreht, andere als panisch, wieder andere sehen ein Rennen in totaler Ausgelassenheit“, so die Künstlerin.

Ela Schwartz setzt in ihren Bildern gezielt Alltagssituationen mit bewusster Farbwirkung um. „Ich benutze Pastellfarben nicht auf Pastellpapier, sondern auf Zeichenpapier“, so Schwartz. Die Körnung des Grundstoffs in Kombination mit dem benutzten Farbmaterial biete genau die Wirkung, die sie sich in ihren Bildern wünsche.

Als Künstlerin stellte sie schon in Aachen, Berlin, Frankfurt am Main, Belgien und in den Niederlanden aus. Im Glaskarree ist sie zum ersten Mal vertreten. Aus ihren Hauptthemen, Menschen und Stadtszenen, hatte sie für diese Ausstellung zwei Zeichnungen ausgesucht.

Zu sehen sind ausgelassene Frauen, ausdrucksstark in Mimik und Gestik zeichnerisch akzentuiert.

Kunstjournalistin Heidrun Wirth informierte zu Beginn der Ausstellung über die Besonderheiten und Schwerpunkte der Künstler und Werke.

Zu sehen sind außer den genannten Bildern und Objekten von Claudia Binder, Arno Dirlewanger, Ulli Höller, Karin Dörre, Lidia Gordon, Maren Hoch, Hajo Latzel, Ulla Schüller, Barbara Schulte, Susanne Skalski und Helga Palmisano.

Geöffnet ist die Ausstellung in der Burgstraße 85 bis zum 26. September samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr und montags von 19 bis 21 Uhr.

Die Finissage findet am 27. September in der Zeit von 13 bis 17 Uhr statt. An diesem Tag werden die Künstler auch zu Gesprächen im Glaskarree oder im überdachten Außenbereich vor Ort sein. Weitere Ausstellungen aus dieser Reihe werden noch in Aachen, Düsseldorf und Siegen zu sehen sein.