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Festnahme in Bad Godesberg: Viel Lärm um nichts

Festnahme in Bad Godesberg : Viel Lärm um nichts

Die Situation schien bedrohlich, als bei der Bonner Polizei am Sonntag um 13.30 Uhr der Notruf von zwei jungen Frauen einging: Sie seien gerade aus einer Wohnung, in der sie gegen ihren Willen von drei Männern festgehalten worden seien, geflüchtet. Dann die Aufkklärung.

Mit Unterstützung von Beamten einer Einsatzhundertschaft nahmen Bonner Polizisten in der fraglichen Wohnung am Moltkeplatz in Bad Godesberg drei 26 und 27 Jahre alte Männer fest und brachte sie zur Vernehmung ins Polizeipräsidium. Die beiden 20-jährigen Frauen wurden in einem Rettungswagen betreut.

Doch was zunächst verdächtig nach Menschenhandel oder Zwangsprostitution aussah, entpuppte sich laut Polizei schnell als viel Lärm um nichts. "Alle Beteiligten wurden vernommen, aber es wurde kein strafrechtlich relevantes Verhalten festgestellt", teilte Polizeisprecher Christoph Schnur am Dienstag auf Anfrage mit.

Vielmehr habe sich herausgestellt, dass die jungen Frauen nicht mehr orientiert gewesen seien und deshalb nicht gewusst hätten, wo sie waren. Auf Nachfrage bestätigte Schnur, dass die Frauen "bewusstseinsverändernde Substanzen" konsumiert hätten. Der Einsatz war um 17 Uhr beendet. Wenig später wurden die Männer auf freien Fuß gesetzt.