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Bad Godesberger Kunstverein: "Voll das Leben und ab heute nichts umsonst"

Bad Godesberger Kunstverein : "Voll das Leben und ab heute nichts umsonst"

"Diese Ausstellung ist ein beglückender Auftakt zum neuen Jahr", meinte der Vorsitzende des Bad Godesberger Kunstvereins, Elmar Hucko, anlässlich der Vernissage der ersten Ausstellung im Glaskarree des Kunstvereins im noch jungen Jahr. Unter dem Titel "Voll das Leben und ab heute nichts umsonst" präsentieren dort die Künstlerinnen Beate Meffert-Schmengler und Astrid Bergmann Plastiken, Skulpturen und Malerei.

Bildhauerin Beate Meffert-Schmengler freute sich dabei genauso wie ihre Ausstellungspartnerin Astrid Bergmann über die gelungene Zusammenführung ihrer Arbeiten durch den Kunstverein: "Unsere Bilder korrespondieren einfach wunderbar miteinander", sagte MeffertSchmengler, und Bergmann ergänzte: "Ich bin total begeistert über meine Partnerin."

Insbesondere für Astrid Bergmann ist die Ausstellung "ein Heimspiel", wie sie bemerkte. Zwar in Kiel geboren, aber in Godesberg aufs Amos-Comenius-Gymnasium zur Schule gegangen, war die studierte Mathematikerin bereits als Jugendliche kreativ tätig. Heute konfrontieren ihre Arbeiten in ihrer figürlichen Präsenz mit Situationen aus dem weiblichen Lebensempfinden. Den Schwerpunkt legt sie dabei auf die Darstellung von Frauen als Individuen in den unterschiedlichsten Rollen und Situationen: als Mutter, als Geliebte, als Freundin; gefangen, verletzt, verspielt. "Spielerischen Umgang mit tiefgehenden Themen" pflegt die in Meckenheim lebende Bildhauerin Beate Meffert-Schmengler, wie sie bemerkte. Seit über 35 Jahren arbeitet sie als Bildhauerin und hat unter anderem Preise für ihre Plastiken im öffentlichen Raum erhalten. Besonders reizvoll sind ihre lebensgroßen Brunnenkinder auf dem Dorfplatz von Meckenheim-Merl, die in der aktuellen Godesberger Ausstellung im Kleinformat zu bewundern sind. Meffert-Schmengler verbindet ihre künstlerische Aussage immer mit dem Alltag, aber auch mit dem philosophischen Hintergrund des Lebens, der Mystik des Seins. "Sie will uns als Betrachter innerlich in Bewegung bringen. Das gelingt ihr bei mir mit der Plastik 'Der Seelengrund'. Diese Seele muss eine arme Seele sein, die verzweifelt die Hand um Hilfe ausstreckt und der man nicht mehr helfen kann. Ich gestehe: Ich bin bewegt", so Hucko.

"Voll das Leben und ab heute nichts umsonst" im Glaskarree des Kunstvereins in der Burgstraße 85. Ausstellungsdauer bis 2. Februar - zu sehen montags 19 bis 21 Uhr, samstags und sonntags 16 bis 18 Uhr.