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Spielzeugbörse in Fritzdorf: Vom Puzzle bis zum Bobbycar

Spielzeugbörse in Fritzdorf : Vom Puzzle bis zum Bobbycar

Klar musste Oskar den erst vor wenigen Minuten erworbenen Playmobil-Krankenwagen direkt ausprobieren. Am besten gleich im Sandkasten des Fritzdorfer Jugendheims an der Oevericher Straße, wo die Spielzeugbörse ihre Pforten geöffnet hatte.

Vater Oliver Schmidt und seine Frau Rommy sahen die Zufriedenheit ihres Zweijährigen mit Genugtuung. Sechs Euro hatte der Krankenwagen gekostet, und natürlich entdeckte der Vater "Gebrauchsspuren": "Aber das ist dem Kleinen beim Spielen im Sandkasten doch ganz egal", freute sich Schmidt.

Schmidt war gemeinsam mit seiner Frau rundherum zufrieden über das breite und gute Angebot vor Ort. Daher kann Oskar sich auch noch über ein Feuerwehrboot für acht Euro, eine Straßenbahn für zwei Euro und drei Kinderbücher freuen, die zwischen drei und fünf Euro gekostet haben. Wie die Bonner Familie waren am Samstag auch Dutzende andere Besucher fündig geworden. So viel vorweg: Auch die achte Spielzeugbörse in Fritzdorf war ein voller Erfolg: Bereits zum Startschuss um 10 Uhr standen die Besucher in einer Schlange, "die bis auf die Straße reichte", freute sich Rüdiger Frings, Vorsitzender des Georgsverein. Zusammen mit der Bücherei Sankt Gerorg trat der Georgsverein erneut als Organisator der Börse auf.

Rund 20 Helfer hatten dazu etwa 3600 Artikel im Jugendheim aufgebaut, von Playmobil-Spielzeug in den verschiedensten Ausführungen, über Barbies bis hin zum Bobbycar, erklärte Erika Granow vom Büchereiteam. Ein Verkaufshit waren aus ihrer Sicht Spiele wie Puzzle. Dabei wurde das Spielzeug ausschließlich auf Kommissionsbasis verkauft. Anders formuliert: 20 Prozent des Verkaufspreises blieb bei den Organisatoren, die den Erlös dann zum Beispiel wieder in Brauchtumspflege in Fritzdorf investieren.

Was neben dem breiten Angebot die Beliebtheit der Börse ausmacht? Eine 37-jährige Niederbachemerin, die ebenfalls reichlich fündig wurde, erklärte es so: "Der Service war hier echt toll." Nicht nur, weil viele Ansprechpartner zur Verfügung standen. Auch konnte man das Spielzeug zurücklegen lassen und gegebenenfalls umtauschen, wenn etwas beschädigt war. "Aber das passiert hier eher selten", so Granow: "Wir schauen uns die Sachen vorher an."