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Überschwemmung in Bad Godesberg: Vor 50 Jahren kam der Bach in die City

Überschwemmung in Bad Godesberg : Vor 50 Jahren kam der Bach in die City

Am 14. Mai 1971 sorgte ein Gewitter dafür, dass der Godesberger Bach die Innenstadt überschwemmte. Bei den Kritikpunkten der Anlieger gibt es Parallelen zum Jahr 2016.

Diejenigen, die vor 50 Jahren dabei waren, berichteten anschließend von „hochfliegenden Kanaldeckeln“, schwimmenden Autos und nassen Füßen. Am 14. Mai 1971 war ein Unwetter von Wachtberg über das Marienforster Tal bis zur City gezogen. Und hatte den Godesberger Bach die gesamte Innenstadt überschwemmen lassen. Besonders stark betroffen waren die Geschäfte rund um Michaels- und Theaterplatz, Koblenzer und Bürgerstraße sowie Schultheigasse, wo das Wasser sich in Auslagen und Kellern breitmachte. Wie alte Fotos zeigen, waren selbst bachferne Bereiche wie die Kreuzung Godesberger Allee/Wurzer Straße überspült.

 Am Michaelplatz schwimmen die Autos im Wasser. Tiefgarage und Altstadtcenter wurden erst neun Jahre später gebaut und wären am linken Bildrand.
Am Michaelplatz schwimmen die Autos im Wasser. Tiefgarage und Altstadtcenter wurden erst neun Jahre später gebaut und wären am linken Bildrand. Foto: Stadtarchiv/Rolf Baumann
 Zwischen Koblenzer Straße und Oststraße versuchen die Anlieger, mit Sandsäcken Barrieren zu errichten.
Zwischen Koblenzer Straße und Oststraße versuchen die Anlieger, mit Sandsäcken Barrieren zu errichten. Foto: Stadtarchiv/Rolf Baumann

Während von offizieller Seite damals die „ungewöhnliche Heftigkeit des Unwetters“ als Auslöser galt, fragten sich Betroffene, ob nicht Fehler bei der Planung des neuen Bachkanalbetts vier Jahre zuvor gemacht worden seien. Ähnliche Vorwürfe waren auch im Juni 2016 laut geworden, als eine Gewitterzelle über der Grafschaft für Überschwemmungen in Wachtberg, aber eben auch in Godesberg bis zur Fronhofer Galeria gesorgt hatte. Die Tiefgarage bewahrte die Innenstadt ungeplant als eine Art Regenrückhaltebecken vor Schlimmerem.