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Bonner Polizei liegt eine Anzeige vor: Warnung vor Giftködern in sozialen Medien

Bonner Polizei liegt eine Anzeige vor : Warnung vor Giftködern in sozialen Medien

Seit Kurzem warnen Nutzer in Facebook-Gruppen vor Giftködern in mehrern Wachtberger Ortsteilen. Der Hund einer Frau aus Gimmersdorf musste eingeschläfert werden. Sie vermutet, dass ihr Hund wegen des Verzehrs von Gift eingeschläfert werden musste. Der Polizei liegt aktuell eine Anzeige vor.

In den Godesberger und Wachtberger Facebook-Gruppen hat es in den letzten Tagen vor allem ein Thema gegeben. Stark geteilt wurde die Warnung vor Giftködern für Hund, die auf dem Heiderhof und in den Wachtberger Ortsteilen Villiprott, Gimmersdorf und Ließem gefunden worden sein sollten. Zunächst hieß es, ein Hund sei verendet. Dann waren es, je nach Gruppe,  schnell drei. Verständlich, dass Hundehalter bei diesem Thema schnell in Sorge sind. Doch nach GA-Recherchen ist noch nichts bewiesen.

 Eine Gimmersdorferin, die anonym bleiben möchte, ist sich jedoch sicher, dass ihr Tier einem Hundehasser zum Opfer gefallen ist. Und zwar durch einen Giftköder. Sie erklärte bei einem Treffen: „Mein Hund war bis zu dem besagten Spaziergang am Samstagabend in den Feldern nahe der Gimmersdorfer Umgehungsstraße völlig unauffällig und gesund.“

Unterwegs sei ihr dann aufgefallen, dass sich der kleine, elfjährige  Terriermix die Schnauze geschleckt hatte. „Er muss irgendetwas gefressen haben“, sagt sie überzeugt. Bereits in der folgenden Nacht habe das Tier dann auffällig schwer geatmet. Wenig später dann habe der Hund angefangen zu torkeln und sei umgekippt. Das Tier konnte laut der Halterin nur noch schwer atmen, fraß und trank nichts mehr. Am Mittwoch habe schließlich der Tierarzt zum Einschläfern des Hundes geraten, worum die Gimmersdorferin ihren Arzt auch schweren Herzens bat. „Ich bin seitdem völlig fertig“, sagt sie.

Auch wenn der Tierarzt keine Aussage zur Todesursache machen konnte, gibt es für die Frau keine Zweifel daran, dass ihr vierbeiniger Wegbegleiter mutwillig vergiftet wurde. Darum erstattete sie Anzeige bei der Bonner Polizei gegen Unbekannt. „Bei uns ist die Anzeige auch online eingegangen“, bestätigte am Dienstag Michael Beyer, Sprecher der Bonner Polizei. Zu den anderen angeblichen Vergiftungsfällen, die sich in Richtung Villiprott, Ließem und Heiderhof zugetragen haben sollen, sagte der Polizeisprecher aber auch: „Es liegen uns dazu keine Anzeigen vor.“ Auch konkrete Hinweise auf Giftköder habe es momentan nicht gegeben.