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Kommentar zu Wahlplakaten: Wut im Bauch - über Wahlplakate

Kommentar zu Wahlplakaten : Wut im Bauch - über Wahlplakate

GA-Redakteur Rüdiger Franz kommentiert das andauernde "verschönern" der Straßen und Wege mit Werbung für längst vergangene Wahlen.

Wenn man Wut im Bauch hat, dann sollte man sie am besten rauslassen. So jedenfalls hatte es jetzt über viele Wochen eine Partei von der politischen Peripherie auf Wahlplakaten empfohlen - deren Platzierung in außerordentlich luftiger Höhe übrigens den Schluss zulässt, dass mitnichten immer nur die etablierten Parteien den Kontakt zur Basis verloren haben. Doch das nur am Rande.

Zurück zur "Wut im Bauch": Die wächst langsam, aber stetig bei all jenen, die sich fragen, wie lange die selbst ernannte Bürgerbewegung die Bürger mit ihren Plakaten noch beglücken will. Generell haben die Parteien mit ihrer Reklame die Stadt in den Wochen vor der Wahl ja nicht gerade verschönert. Die meisten haben danach aber rasch wieder aufgeräumt.

Doch Wahlergebnisse im Niedrigprozentbereich motivieren dazu dann wohl besonders wenig. Kein Zufall offenbar also, dass sich in Bad Godesberg zu den Rechten an vielen Laternenmasten derzeit nur noch die Linken gesellen. Während deren Frontfrau Sahra Wagenknecht ungerührt zur Wahl am 25. Mai aufruft, bleibt unsereins nur der Appell: Wahlplakatentferner aller Parteien, vereinigt Euch!