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Stadthalle Bad Godesberg: Zufriedene Gesichter bei der 28. Auflage der Godema

Stadthalle Bad Godesberg : Zufriedene Gesichter bei der 28. Auflage der Godema

Die Sonne lacht, der Vogel singt, der Frühling ist da. Und die Godema trotzt allen heimlichen Kritteleien. Schon kurz vor der Eröffnung am Samstag ist der Parkplatz an der Rigal'schen Wiese gut belegt, auch die gelben Hinweisschilder rund um die Bad Godesberger scheinen sich zu bewähren.

Denn pünktlich zum Startschuss können die meisten Standbetreiber über einen Mangel an interessierten Gesprächspartnern nicht klagen. Schon beinahe traditionell nutzt die Bezirksbürgermeisterin die Gelegenheit und verliert einige Worte zur aktuellen Situation in Bad Godesbergs Innenstadt: Nicht immer laufe alles ideal, sagt Annette Schwolen-Flümann; als schlimmer aber empfinde sie es, wenn Godesberger "ihren eigenen Stadtbezirk hinunterreden".

Positive Signale gebe es allemal, sagt die Bezirksbürgermeisterin und nennt als Beispiele die Entwicklungen in Redoute, Redüttchen, City-Terrassen und die nahende Fertigstellung der Koblenzer Straße. Dass dies inhaltlich sehr an ihre Worte im Vorjahr erinnert, mag in der allgemein recht unverkrampften Godema-Atmosphäre jedoch niemand auf die Goldwaage legen.

Viel wichtiger ist den Anwesenden ohnehin, was die Bürgermeisterin zur 28.Auflage der Veranstaltung selbst zu sagen hat: Deren neues Konzept mit freiem Eintritt und viel frischem Schwung, greife offenbar, sagt sie und gibt damit Organisatorin Brigitte Grüll eine schöne Vorlage, sich bei den zahlreichen Godesberger Unternehmern zu bedanken, die mit ihrer Beteiligung ein Bekenntnis zu der Gewerbeschau ablegten. "Es ist eine wahre Freude", sagt Brigitte Grüll, bevor dann Jens Böhlitz beherzt in die Tasten seines Saxophons greift und damit das musikalische Bühnenprogramm eröffnet.

Derweil hat Rosi Aretz bereits eine kleine Kinderschar um sich versammelt. Die Mehlemerin präsentiert ihren Ortsteil, indem sie mit den kleinen Gästen Ostereier bemalt und Frühlingsschmuck bastelt. Wer dieses Treiben vergnügt beobachtet, in dessen Nase vermischen sich der Duft von Kaffee und von Blumen: Die Stände der Konditorei Nick und von Blumen Thalheim sind nicht weit. Daneben werben Andreas Falkowski und Bettina Bastian vom Förderverein Panoramabad Rüngsdorf um neue Mitglieder, weil sich der Besuch im vergangenen Jahr in dieser Hinsicht sehr gelohnt habe, wie sie sagen.

Verkauf und Beratung

Das Gleiche ist von Christiane Wendlandt aus Wachtberg-Berkum zu hören, die an ihrem Stand Wildkräuter anbietet und ebenfalls zum zweiten Mal dabei ist: "Ich bin sehr gern wiedergekommen, weil es sich für mich lohnt und die Organisatoren nett, unkompliziert und flexibel sind", sagt sie. Nebenan, am Stand der Augenklinik Dardenne, nutzen Kunden die Möglichkeit zum Sehtest. Geschärften Blickes lassen sich gleich gegenüber einige Werke des Godesberger Künstlers Günter Herzing betrachten und bei Gefallen auch gleich nach Hause mitnehmen - die Godema ist durchaus auch Verkaufsmesse.

Rein beratenden Charakter haben hingegen die zahlreichen Gespräche, die im Kleinen Saal geführt werden: Er gehört traditionell den Gesundheitsdienstleistern, schon vormittags erfreut sich Udo Skomorowsky von Becker Hörakustik regen Zulaufs. Einige Meter weiter werben Seniorenresidenzen aus der näheren und etwas weiteren Nachbarschaft mit einem Fleckchen für den Lebensabend. Das "Fest der Generationen" Ende Juni legen derweil mit reichlich Charme die Damen am Stand des Generationennetzwerks Bad Godesberg allen Besuchern - 5000 sind es laut Grüll auch diesmal wieder - ans Herz.

Weit mehr als nur Broschüren, nämlich manches herzliche Gespräch, haben auch der Ortsausschuss Rüngsdorf und der Verein für Heimatpflege zu bieten. Wer angesichts vergangener Godesberger Diplomatenzeiten in Erinnerungen schwelgen will, der ist am Stadt von Fotograf Günter Klein goldrichtig.

Lediglich einen Hinweis, was dieses "Godema" eigentlich bedeutet, findet sich in den Sälen nirgends. "Das wird nicht verraten, denn das ist doch das Lösungswort bei unserem Gewinnspiel", sagt Brigitte Grüll. Zu gewinnen gibt es Gastronomiegutscheine. Zufriedene Gesichter haben am Sonntag nicht nur die Gewinner, bei diesem Godesberger Markt.