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Feuer in Plittersdorf: Zwei Wohnwagen und mehrere Kajaks standen in Flammen

Feuer in Plittersdorf : Zwei Wohnwagen und mehrere Kajaks standen in Flammen

Ein Großfeuer hat in der Nacht zu Samstag zwei Wohnwagen und mehrere Kajaks auf einem Bootsanhänger in Plittersdorf vollständig zerstört.

Ein Großfeuer hat am Wochenende in der Nacht zu Samstag den Pfingstausflug der Jugend der Plittersdorfer Kanu-Freunde zunichte gemacht. Zwei Wohnwagen und mehrere Kajaks auf einem Bootsanhänger sind dabei völlig zerstört worden. Um kurz nach Mitternacht erhielten Feuerwehr und Polizei mehrere Notrufe über einen Feuerschein in der Hofstraße in Plittersdorf. Bereits während der Anfahrt haben erste Kräfte den Feuerschein bestätigt.

Im Hinterhof der "Plittersdorfer Kanu-Freunde" in der Hofstraße standen zwei Wohnwagen, insgesamt 13 Kajaks auf einem Bootsanhänger sowie Schwimmwesten und Zubehör lichterloh in Brand. Die Flammen schlugen teilweise bis zu sieben Meter in den Nachthimmel. Sie wurden zeitweise von lautstarken Verpuffungen ergänzt, ausgelöst von den Gasflaschen, die in den Wohnwagen gelagert waren. "Das ist schon Wahnsinn, wenn man vor so einer Feuerwand steht", erzählt Jugendbetreuer Holger Grebert, der fünf Minuten vor der Feuerwehr am Brandort eintraf. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr leiteten sofort einen umfangreichen Löschangriff ein und verhinderten so, dass die Flammen auf einen weiteren Wohnwagen und umliegende Gebäude übergreifen konnten. Die entstandene Hitze war trotzdem so groß, dass die Außenscheiben der Fenster im Treppenraum eines Nachbarhauses und am Bootshaus "Alte Schule", dem Vereinsgebäude der Kanuten, geplatzt sind.

Am Freitagabend hatten die Kanuten noch alle Sachen für einen Pfingstausflug zum Edersee nahe Kassel vorbereitet und zusammengepackt. Die Gruppe mit zehn Jugendlichen und ihren vier Betreuern hatte die Reise lange geplant und musste diese nun allerdings absagen. Viele von ihnen hatten sich sehr darauf gefreut.

[kein Linktext vorhanden]Der große Brand hatte sich schnell unter den Kanu-Freunden herumgesprochen, einige waren bereits in der Nacht zum Ort des Geschehens gekommen um sich ein eigenes Bild zu machen. "Ich habe zuerst gedacht, dass es vielleicht ein blöder Scherz ist", beschreibt Marcel Schlauch die Anrufe, die er am Abend bekommen hatte.

Das ganze Ausmaß des Schadens zeigte sich allerdings erst bei Tageslicht. Nur noch die Skelettreste der Wohnwagen und einige abgebrannte Ausrüstungsgegenstände zeugen von der Brandnacht. Viele Kanuten und Vereinsmitglieder trafen sich am Samstagmittag an dem zuvor durch die Kripo abgesperrten Brandort.

Die Kanuten hoffen nun, dass eine weitere Tour nicht auch noch ins Wasser fällt. In vier Wochen ist nämlich bereits die nächste Reise geplant, dann soll es nach Österreich ins Kanu-Camp gehen. Ob dies nun stattfinden kann, ist aber noch unklar. "Ich hoffe, dass wir von einem Bootshersteller oder einem Nachbarverein Ersatzboote bekommen können", so Grebert weiter. Wie es zu dem verheerenden Feuer kommen konnte, ist bislang noch unklar. Eine vorsätzliche Brandstiftung kann bislang nicht ausgeschlossen werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.