Beueler Stadtsoldaten 1100 Gäste feiern auf der Prunksitzung im Brückenforum

BEUEL-MITTE · Die Beueler Stadtsoldaten und die Wäscherprinzessin stehen in den Startlöchern für den Rathaussturm am Donnerstag, und wenn Ann-Kathrins Stimme bis dahin nicht komplett versagt, wird das wohl eine sehr unterhaltsame Angelegenheit.

 Hoch hinaus geht es auf der Prunksitzung im Brückenforum nicht nur für Carina Gimber, Tanzmariechen der Beueler Stadtsoldaten: Auch die Stimmung im Saal kocht.

Hoch hinaus geht es auf der Prunksitzung im Brückenforum nicht nur für Carina Gimber, Tanzmariechen der Beueler Stadtsoldaten: Auch die Stimmung im Saal kocht.

Foto: Max Malsch

Am Samstag schoss Ihre Lieblichkeit auf der Prunksitzung der Stadtsoldaten jedenfalls schon mal ordentlich karnevalistisches Gift gegen ihren "Widersacher", Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch: "Du brauchst am Donnerstag gar nicht erst den Weg ins Rathaus antreten. Wir stürmen es sowieso!".

Auf der Sitzung im Brückenforum konnten die Karnevalisten aus der tollen Stimmung der gut 1100 Gäste noch mal Energie für den großen Tag ziehen. Sie erlebten eine bestens gelaunte Ann-Kathrin I., die möglicherweise einzige Tollität überhaupt, die keine Krone braucht, aber ihre Wäscherinnen welche tragen lässt.

Und man zog mit roten Schaumstoffnasen ein. "Das spiegelt wider, was wir in der Session erleben", sagte Obermöhn Ina Harder. Die Beueler lieben ihre Wäscherprinzessin, da hörten sie auch gnädig darüber hinweg, dass ihre Stimmbänder beim Singen ihres Mottoliedes nicht immer mitspielten.

Das Lied hat die Wäscherprinzessin bekanntlich mit der Gruppe "Schäng" aufgenommen, die aus dem Beueler Karneval kaum noch wegzudenken ist. Die Musiker gehörten auch zum Programm dieser Sitzung, ebenso wie "De Boore", Bruce Kapusta und "Die Cöllner".

Daneben gab es einige Tanzauftritte und viel zu lachen: Sitzungspräsident Hans Hallitzky und sein Elferrat empfingen Stimmenparodist Jörg Knör, "Die Erdnuss" Stefan van den Eertwegh, Bauchredner Gerard Rother, dem "Kölschen Schutzmann" Jupp Menth.

Letzterer wird als "einer der letzten Originale" bezeichnet, was Hans Paul Müller gefallen haben dürfte. Er sei ja flexibel, sagte der Beueler. Aber er als Über-70-Jähriger würde sich doch wünschen, dass noch mal ein paar der guten alten Klassiker zu hören seien, vor allem im musikalischen Bereich, etwa Lieder von Willi Ostermann.

Das komme ihm heute zu kurz. Aber er fühlte sich trotzdem bestens unterhalten und genoss die Stimmung im Saal - trotz des vielen "Rock'n' Rolls". Nach dem letzten Programmpunkt wurde noch bis in die Morgenstunden weitergefeiert. Bei der After-Show-Party legte DJ Ronaldo auf.

Insgesamt, sagte Literat Thomas Theuerzeit, sei alles super abgelaufen, zumindest vor den Kulissen. "Eine Gruppe hatte versehentlich vergessen, dass sie einen Vertrag mit uns hatte", sagte er. Die sei aber noch im Eiltempo angerückt, sodass das Publikum nichts davon mitbekommen habe.

Welche Gruppe das war, wollte er nicht sagen, um niemanden "in die Pfanne zu hauen". Wichtig war, dass die Stimmung stimmte und man auf der Zielgeraden der Session noch mal richtig jecken Schwung aus der Sitzung mitgenommen hat.

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