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Covid-19-Fälle in Bonner Altenzentrum: 13 Bewohner im Herz-Jesu-Kloster sind in Quarantäne

Covid-19-Fälle in Bonner Altenzentrum : 13 Bewohner im Herz-Jesu-Kloster sind in Quarantäne

Die Verantwortlichen des Altenheims Herz-Jesu-Kloster in Ramersdorf hoffen nach zuletzt steigenden Covid-19-Fällen auf eine „Rückentwicklung“. Derzeit sind 13 Bewohner und zwei Mitarbeiter in Quarantäne. Weitere Fälle in Bonner Seniorenzentren gibt es derzeit nicht.

Auf eine zügige „Rückentwicklung“ der Zahl positiv auf Covid 19 getesteter Bewohner und Mitarbeiter im Altenheim Herz-Jesu-Kloster in Ramersdorf hoffen die Verantwortlichen. Nachdem bis zu 18 Bewohner der Einrichtung des Caritasverbands für die Stadt Bonn positiv getestet worden sind, ist die Zahl bei mindestens einer weiteren Testreihe offenbar gesunken. Das teilt Mechthild Greten, Leiterin der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Caritasverbands, auf Anfrage des GA mit. Wie berichtet, gilt derzeit ein Besuchsverbot für die Einrichtung.

Insgesamt 65 Bewohner leben derzeit im Herz-Jesu-Kloster, 89 Mitarbeiter sind hier tätig. Erste Fälle mit positiven Testergebnissen seien den Verantwortlichen der Einrichtung seit Montag, 25. Oktober, bekannt gewesen. Bei einem Test an diesem Tag seien drei Bewohner sowie zwei Mitarbeiter positiv getestet worden. Dann seien nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt am darauffolgenden Dienstag, 26. Oktober, Tests erneut bei allen Bewohnern und Mitarbeitern durchgeführt worden. Am Mittwoch, 27. Oktober, habe das Gesundheitsamt mitgeteilt, dass zu diesem Zeitpunkt 13 Bewohner sowie drei Mitarbeiter positiv getestet wurden. Eine erneute Reihentestung am Dienstag, 2. November, habe dann positive Befunde bei 18 Bewohnern sowie drei Mitarbeitern ergeben. Tests am gestrigen Mittwoch, 3. November, auch hier bei allen Bewohnern und Mitarbeitern, hätten ergeben, dass fünf Bewohner und zwei Mitarbeiter aktuell positiv sind.

13 Bewohner und zwei Mitarbeiter sind in Quarantäne

Zudem seien mit Stand am Mittwoch 13 Bewohner sowie zwei Mitarbeiter in Quarantäne. Die Krankheitsverläufe seien bis auf zwei Ausnahmefälle mild. „Die noch betroffenen Bewohner werden von Hausärzten versorgt“, teilt Greten mit. Dazu verweist Marc Hoffmann, stellvertretender Sprecher der Stadt Bonn, darauf, dass die positiv getesteten Personen alle geimpft seien. Weitere Fälle in anderen Bonner Seniorenzentren gebe es mit Stand am Mittwoch derzeit nicht.

Zur Eindämmung der Covid-19-Fälle achte die Leitung der Einrichtung darauf, dass sich die betroffenen Bewohner in der Quarantäne aufhalten, jeweils von anderen getrennt. Die betroffenen Bewohner seien im Alter von 70 Jahren oder älter. Einige seien hochbetagt und hätten Vorerkrankungen.

Tests alle zwei Tage

Die Tests finden alle zwei Tage statt. Dies geschehe nach Vorgabe des Gesundheitsamtes. „Das Altenheim Herz-Jesu-Kloster Ramersdorf ist in stetigem Austausch mit dem Bonner Gesundheitsamt“, teilt Greten dazu mit. Wie berichtet, hatte es im Februar in der Einrichtung einen Ausbruch gegeben: 48 von damals insgesamt 68 Bewohnern waren infiziert. Zudem war das Virus bei 20 Mitarbeitern festgestellt worden. Die empfohlenen Booster-Impfungen würden bereits seit September durch Hausärzte in allen Einrichtungen des Caritasverbands für die Stadt Bonn durchgeführt, so Greten weiter.

Zudem teilt Hoffmann für die Stadt mit, dass vergangene Woche etwa die Hälfte der 3200 Bewohner von Pflegeeinrichtungen in Bonn eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Drittimpfungen seien in Senioreneinrichtungen für Menschen über 70 Jahre und Gruppen mit anfälligen Personen vorgesehen, in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten. Darüber hinaus stehe das Gesundheitsamt mit den Senioreneinrichtungen in ständigem Kontakt und frage den Impffortschritt ab.