Landwirtschaftskammer in Roleber 2016 soll der Umbau beginnen

ROLEBER · Auf diesen Termin warten die Bewohner der Region "om Berg" mit großem Interesse: Am Dienstag, 25. März, wird die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung die Pläne für den beabsichtigten Umbau des Kammergebäudes vorstellen.

Die Büros des Verwaltungsgebäudes an der Siebengebirgsstraße sollen ab 2016 in Wohnungen umgebaut werden. Der Bonner Architekt Wilfried Pilhatsch, der das Gebäude Anfang der 80er-Jahre entworfen hat, wird auch den Umbau vornehmen. Derzeit geht die Landwirtschaftskammer davon aus, dass in dem Gebäude ungefähr 100 Wohnungen für circa 300 Neubürger untergebracht werden können. Eine Nutzfläche von etwa 16 000 Quadratmetern steht zur Verfügung. Geplant sind Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen.

Bis Ende 2015 werden die letzten Mitarbeiter in die Standorte Münster und Köln-Auweiler umgezogen sein. Aufgrund von Umstrukturierungen innerhalb der Kammer wird der Standort in Bonn aufgegeben. "Wir würden am liebsten bis zu diesem Termin alle planungsrechtlichen Fragen und den Verkauf abgeschlossen haben, damit der neue Eigentümer dann auch zeitnah mit dem Umbau beginnen kann", sagte Pressesprecher Bernhard Rüb dem GA. Laut Rüb gibt es mehrere Investoren, die daran interessiert sind, die Büros in Wohnungen umzubauen. Da der dort geltende Bebauungsplan nur eine Sondernutzung für die Landwirtschaftskammer zulässt, wurde bereits bei der Stadt Bonn ein Antrag auf Nutzungsänderung gestellt.

Die Gesamtfläche der Landwirtschaftskammer beträgt ungefähr 16 Hektar. Weil es gegen eine großflächige Bebauung des Freigeländes vor einigen Jahren heftige Proteste gab, hat sich die Landwirtschaftskammer entschieden, nur den Gebäudebestand umzubauen. Laut Rüb ist nur eine optische Veränderung geplant: Viele Wohnungen sollen einen Außenbalkon erhalten. Parkraum gibt es nach Aussage der Kammer genug, weil schon jetzt die Mitarbeiter ausreichend Parkflächen nutzen würden.