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Spende für Kinderheim: 4000 Euro fürs Kinderheim

Spende für Kinderheim : 4000 Euro fürs Kinderheim

Das Kinderheim Maria im Walde in Ippendorf hat eine Spende über 4000 Euro erhalten. Damit wollen Küchenhändler die Arbeit mit etwa 100 Mädchen und Jungen unterstützen.

„Insgesamt haben wir fünf Standorte in Bonn“, erklärt Christine Brosche den beiden Gästen, die erstmalig das Kinderheim Maria im Walde an der Gudenauer Straße besuchen. Aufmerksam hören Jürgen Feldmann und Erika Burkard der Leiterin der Pädagogischen Sonderdienste des Heims zu, während sie an den Gebäuden vorbei den Campus der Anlage überqueren. Die Besucher erfahren, dass zurzeit etwa 100 Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 20 Jahren in den idyllisch im Kottenforst gelegenen Häusern wohnen. Das kleinste Mädchen werde allerdings bald Maria im Walde verlassen und in das Marienheim umziehen.

Der kurze Eindruck, den Brosche vermittelt, dürfte Feldmann und Burkard in ihrer Entscheidung bestätigen, auf die diesjährigen Weihnachtsgeschenke an ihre angeschlossenen Händler verzichtet zu haben und stattdessen einen Betrag von 4000 Euro an das Kinderheim zu spenden. Ihnen sei in den Corona-Zeiten bewusst geworden, wie gut es ihnen gehe und dass dies nicht selbstverständlich sei, sagt Feldmann.

Nachdem die Besucher ein etwa zehn mal sechs Meter großes Zelt inmitten des parkartigen Campusgeländes erreicht haben und dort in weihnachtlicher Atmosphäre mit gebotenem Abstand ihr „Geheimnis“ lüften wollen, erfahren sie noch von Markus Gumm, Geschäftsführer des Kinderheims, wie froh man sei, bisher an diesem Ort von dem Corona-Virus verschont worden zu sein. Im Marienheim habe es Fälle gegeben. Das zu erleben, sei für die Kinder „sehr heftig“ gewesen. Die Masken und Schutzanzüge tragenden Mitarbeiter hätten manche Kinder in besonderem Maße erschreckt.

Zudem sei die 14-tägige Quarantäne für alle Beteiligten sehr schwer gewesen. „Kinder sind es einfach nicht gewohnt, in ihrem Bewegungsdrang eingeschränkt zu werden“, so Gumm. Aber letztlich habe alles sehr gut geklappt. „Die Kinder haben sogar die Schule vermisst“, sagt Gumm, lacht und lockert damit die vorübergehend spürbar betroffene Stimmung der Besucher wieder nachhaltig auf.

Auf Nachfrage des GA, welche Beziehung der Verband oder Feldmann zu dem Kinderheim in Ippendorf haben, gibt der Geschäftsführer, „keine“ als Antwort. Man habe einfach im Team überlegt, was man zum Jahresende mit dem Geld machen solle, was normalerweise in Form von Geschenken den Händlern des Verbandes zugutekommt. „Zusammen haben wir uns gefragt, wer das Geld gut gebrauchen könnte“, so Feldmann. „Wir werden sehen, ob wir das zu einer jährlichen Tradition machen können, denn die Geschenke stehen doch oft nur nutzlos herum“, sagt Feldmann.