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Bauarbeiten im Platanenweg: Abwasserkanal in Beuel wird versetzt

Bauarbeiten im Platanenweg : Abwasserkanal in Beuel wird versetzt

Im Platanenweg in Bonn-Beuel beginnen umfangreiche Kanalbauarbeiten für den S13-Ausbau. Die Maßnahmen kosten 3,2 Millionen Euro.

Die umfangreichen Bauarbeiten für den Ausbau der S 13 gehen kommende Woche Montag in eine neue Phase: Das Tiefbauamt der Stadt Bonn wird für die Verlängerung im Bereich der zukünftigen Trassenführung umfangreiche Arbeiten am Abwasserkanal im Platanenweg durchführen.

Die Arbeiten stehen laut Stadt Bonn im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Brückenbauwerks und für eine breitere Bahntrasse. Denn für beides muss der Mischwasserkanal in der Auguststraße, dem Siebenmorgenweg, der Marquartstraße und dem Platanenweg bis voraussichtlich Dezember 2021 getrennt und umgelegt werden. Nötig wird das auch, um so das Baufeld freizumachen. Die Kosten für die Kanalarbeiten beziffert die Stadt Bonn auf insgesamt rund 3,2 Millionen Euro.

Es sind nicht die ersten derartigen Arbeiten in dem Bereich. Ende 2017 wurde der Mischwasserkanal „Ostsammler“, der in der Gerhardstraße verläuft, bereits in eine neue Trasse gelegt. Damals wurde dies nötig, um ein Baufeld freizumachen, da der Bahnübergang Gerhardstraße beseitigt und durch eine neue Unterführung ersetzt wird.

Oberfläche soll erneuert werden

Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 3. August, an den Parkplätzen des Platanenwegs. „Im Bereich des Platanenwegs Haus Nummer 27 werden der Parkplatzbereich und ein Teil der Straße für die gesamte Bauzeit benötigt“, sagt Tiefbauamtsleiter Peter Esch. Einen temporären Ersatz für die öffentlichen Parkplätze werde es nicht geben. Die Anwohner können aber die Zufahrten zu ihren Häusern und auch die privaten Parkplätze weiterhin nutzen. Esch kündigte gegenüber dem GA an, dass die schon jetzt schadhafte Oberfläche des Platanenwegs im Bereich der Baustelle bis zur Hausnummer 29 nach Ende der Bauarbeiten erneuert werden soll.

In diesem Bereich des Platanenwegs werde die Startbaugrube angelegt. Die Bahntrassenquerung der Kanalrohre wird durch den sogenannten Rohrvortrieb verlegt – einem Verfahren zum grabenlosen Verlegen von Rohren, so dass keine großen Erdmassen bewegt werden müssen. „Aus der Startbaugrube im Platanenweg heraus, erfolgen die Vortriebe in entgegengesetzter Richtung“, berichtet Esch. Geplant sind dabei die Querung der Königswinterer Straße vom Platanenweg bis zu dem Fuß- und Radweg parallel der Herbert-Rabius-Straße, in der sich die Zielbaugrube befindet, und die Querung der Bahngleise von der Startbaugrube zur Zielbaugrube in der Auguststraße.

Radweg wird gesperrt

Durch die Gleisanlagen der Bahn und die Königswinterer Straße werden drei einzelne Baustellen entstehen: Die erste befindet sich in der Marquartstraße/Auguststraße/Siebenmorgenweg mit Zufahrt über die Königswinterer Straße (die Marquartstraße wird für die Dauer der Arbeiten gesperrt). Die zweite im Platanenweg und Parkplatz Platanenweg mit Zufahrt über die Sankt Augustiner Straße und die Friedhofstraße. Die dritte Baustelle ist dann auf dem Geh- und Radweg bis zum Bröltalbahnweg mit Zufahrt über die Gustav-Kessler-Straße und den Geh- und Radweg bis zu den Baustellen. Der Radweg wird für die Dauer der Arbeiten gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert.

„Im Bereich der Auguststraße werden die weiteren Arbeiten nach dem Rohrvortrieb in offener Bauweise und Stollenbauweise erfolgen. Hier erzeugt die Baugrube im Kreuzungsbereich eine Engstelle, die nur wechselseitig passiert werden kann“, so Esch. Für die abschließenden Umschlussarbeiten werden insgesamt neun Baugruben und drei Kanalgräben benötigt.

Wichtig für die Anlieger: Für sie entstehen durch die Arbeiten keine Kosten. Bislang sind in dem Bereich noch keine Baustellen-Schilder zu sehen. „Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass dies mindestens 96 Stunden, also vier Kalendertage vor Wirksamwerden der Beschilderung, der Fall sein muss“, klärt Tiefbauamtsleiter Esch auf.