Fußball-Bezirksliga Achtung! Es ist Pützchens Markt

BONN · Es ist ein immer wiederkehrendes Phänomen: Während Pützchens Markt kommen in den Fußballligen der Region stets kuriose Ergebnisse zustande. Am dritten Spieltag der Bezirksliga erwartet so mancher Überraschungen.

Martin Ruland, der Trainer des Oberkasseler FV, hat keine Befürchtungen, dass seine Spieler bei der Riesenkirmes über die Stränge schlagen könnten. Er genießt einen Vorteil: Ruland betreibt seit Jahren einen eigenen Stand auf Pützchens Markt. "Eine Kontrolle ist nicht nötig, mir wird alles zugetragen", sagt er entspannt.

Am Sonntag (15 Uhr) gastiert seine Elf am dritten Spieltag der Bezirksliga beim Aufstiegskandidaten TuS Mondorf. In der beim 4:3-Erfolg in Siegburg teilweise chaotischen Defensive wird es Veränderungen geben. "Gegen Mondorf werden wir uns strecken müssen, um eine Chance zu haben. Die Mannschaft muss von Beginn an präsenter sein", so der OFV-Trainer.

Auch Karl Lambertz, Trainer des SC Fortuna Bonn, wird seine Aufstellung ändern müssen - allerdings unfreiwillig: Tanju Celik, Thomas Wolking und Julian Rieck müssen ersetzt werden. "Schade, denn die Mannschaft hat in Wachtberg (1:1) sehr gut gespielt. Aber die, die reinkommen, werden ihre Sache gut machen", ist Lambertz, der die Partie gegen Tabellenführer SC Uckerath (15.15 Uhr als "hohe Hausnummer" bezeichnet, überzeugt.

In den zwei regionalen Derbys des Spieltags treten drei Teams an, die bisher hinter den eigenen Erwartungen blieben. Beim SSV Bornheim sind die Probleme ebenso einfach wie gravierend. "Wir spielen hinten viel zu fahrlässig, und vorne machen wir die Tore nicht", bringt es SSV-Trainer Volkan Deniz auf den Punkt.

"Es ist an der Zeit, dass der Knoten platzt", so Deniz, der aber zuversichtlich bleibt. "Wir werden am Sonntag die ersten drei Punkt holen!" "Das wollen wir auch", kontert Jonny Susa, Trainer des kommenden Gegners Rot Weiß Merl, der um die Bedeutung der Partie (15. 15 Uhr) weiß. "Wer verliert, hat Kirmes - und das nicht wegen Pützchens Markt.

Die Spieler hatten zwei Spiele Zeit zu zeigen, dass sie die richtige Wahl waren. Jetzt bekommen andere die Chance", kündigt Jonny Susa personelle wie taktische Veränderungen an.

Zwei Niederlagen, 0:8 Tore und am vergangenen Dienstag das Pokal-Aus gegen den SC Fortuna Bonn II sind für den VfL Meckenheim keine guten Voraussetzungen, um zuversichtlich in das Derby gegen den SV Ennert-Küdinghoven zu gehen (15 Uhr). "Der Druck liegt ganz klar auf unserer Seite", sagt VfL-Trainer Christian Kehlenbach.

"Die Basics sind Einsatzwille, läuferische und kämpferische Elemente. Das Fußballspielen kommt später. Wir müssen die Kurve bekommen, sonst sieht es schon düster aus."

Der gegnerische Trainer Bernd Görgens liegt mit seiner Elf nach vier Punkten aus zwei Partien voll im Soll. Nur das unerwartete Ausscheiden aus dem Kreispokal beim MSV Bonn im Elfmeterschießen wurmt. Das Gute: Nun gilt die gesamte Konzentration der Meisterschaft.

Der SV Wachtberg hat spielfrei.

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