1. Bonn
  2. Beuel

Aktion des Alpenvereins auf dem Paffelsberg: Aktiv für den Umweltschutz

Aktion des Alpenvereins auf dem Paffelsberg : Aktiv für den Umweltschutz

Freiwillige und Mitglieder des Alpenvereins bepflanzen den Paffelsberg mit Buchen und Kirschen.

Stürme und Käferbefall haben dem Paffelsberg zugesetzt und einen größeren Bestand an Bäumen zerstört. „Wir mussten sehen, dass wir diese Fläche wieder bepflanzen“, erklärte der zuständige Revierförster Bernd Sommerhäuser, Leiter des Forstbetriebsbezirks Hardt vom Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft. Da traf es sich sehr gut, dass der Deutsche Alpenverein (DAV), Sektion Bonn, eine Möglichkeit suchte, einen praktischen Beitrag zum Klimaschutz in Bonn und Umgebung zu leisten.

Der Referent für Naturschutz des DAV, Marco Reeck, kannte berufsbedingt Förster Sommerhäuser, und so war es nur ein kleiner Schritt, dass der DAV eine Patenschaft über dieses wieder aufzuforstende Gebiet übernahm. Bereits vor drei Jahren wurden erstmals Bäumchen – Rotbuchen und Vogelkirschen – gepflanzt. Doch die Natur spielte den Klimaschützern wieder einen Streich. Vorwiegend Mäuse, die die Rinde der jungen Bäume angeknabbert hatten, und Wildschweine, die gerade junge Pflanzen für ihr Lager bevorzugen, haben den nachgepflanzten Bestand stark dezimiert.

Deshalb fand am vergangenen Samstag eine Aufforstungsaktion statt, wieder mit Rotbuchen und Wildkirschen. Die jungen Bäume, die gesetzt wurden, sind drei Jahre alt und einen guten Meter groß. „Alle jungen Bäume sind aus einheimischem Bestand gezogen“, betonte Sommerhäuser. 150 Buchen und 100 Kirschen warteten darauf, von kleinen und großen Aktiven des DAV gepflanzt zu werden. Das feuchte Wetter, dazu außerhalb der Vegetationszeit, war eine gute Voraussetzung, damit die wurzelnackten Pflanzen, das heißt ohne Ballen, gesetzt werden konnten und auch anwachsen werden.

Aufklärung über Klimaschutzziele

Bevor es jedoch losgehen konnte, klärte Marco Reeck die Besucher über Klimaschutzfakten und über die Folgen für Mensch und Natur auf und erläuterte, was alle zur Erreichung der Klimaschutzziele beitragen können. Ein Mitarbeiter des Forstamtes zeigte, bevor die Spaten zum Einsatz kamen, wie so ein junges Bäumchen zu pflanzen ist. Nämlich so, dass die Wuzeln nach unten zeigen und nicht waagrecht platt gedrückt werden. „Nur dann hat der Baum eine Chance, tief zu wurzeln“, erklärte er.

Sebastian, zwölf Jahre alt, war eines der Kinder, die bei der Pflanzung mithalfen. Er kannte nicht nur viele Baumarten, sondern erkannte auch die Bedeutung von Bäumen für Mensch und Tier. „Die Bäume atmen das Kohlendioxid ein, das wir ausatmen, und wandeln dies in Sauerstoff um“, wusste er. „Wenn es keine Bäume mehr gäbe, hätten wir keinen Sauerstoff zum Atmen.“