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Grundstein gelegt: Alten- und Pflegeheim im Herz-Jesu-Kloster bekommt Anbau

Grundstein gelegt : Alten- und Pflegeheim im Herz-Jesu-Kloster bekommt Anbau

Das Alten- und Pflegeheim im Herz-Jesu-Kloster in Ramersdorf bekommt endlich einen Anbau. Künftig sollen dort 80 Menschen betreut werden können.

Mit einer Segnung durch Weihbischof Ansgar Puff hat am Montag die Bonner Caritas die Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau des Alten- und Pflegeheims Herz-Jesu-Kloster in Ramersdorf gefeiert. Hier sollen künftig 80 Plätze für Senioren zur Verfügung stehen, bisher sind 68 Plätze vorhanden. Damit ist die in NRW erlaubte Obergrenze für solche Wohnheime erreicht. Zusätzlich sollen hier neue Seniorenwohnungen entstehen.

„Die örtliche Verknüpfung von ambulanter Pflege und Betreuung, Tagespflegeangeboten, Seniorenwohnungen und Stationärer Pflege mit Kurzzeit- und Langzeitpflege gibt den Menschen in Ramersdorf mehr Sicherheit angesichts ihrer Altersplanungen. Dieses Anliegen wurde immer wieder an uns herangetragen und wir freuen uns, dass mit der heutigen Grundsteinlegung ein weiterer entscheidender Schritt zu diesem Ziel getan ist“, sagte Caritasdirektor Jean-Pierre Schneider bei der kleinen Feier.

In Ramersdorf baue man ja nicht auf der grünen Wiese, sondern man baue mitten in einem Dorf, so Schneider. „Ich glaube, wir haben gute Ideen, die wir hier umsetzen.“ Die vergangenen Jahre seien kein einfacher Weg gewesen, denn gesetzlich habe sich so gut wie alles verändert, was mit Alteneinrichtungen zu tun habe. Er verwies auf das Wohn- und Teilhabegesetz, auf neue Investitionsbedingungen und auf viele neue Vorschriften. „Deswegen sind wir allen dankbar, insbesondere den Behörden in der Stadt Bonn, die uns geholfen haben, immer Lösungen zu finden, damit es mit dieser Erweiterung geklappt hat.“

Bevor es jedoch so weit war, dass eine Röhre mit Urkunde, mit Unterschriften von Ehrengästen wie Weihbischof Ansgar Puff, Stadtdechant Wolfgang Picken, OB Ashok Sridharan, Bezirksbürgermeister Guido Déus, dem Architekten Raimund Schumacher und Generaloberin Schwester Katharina Kowalczyk sowie mit einer tagesaktuellen Ausgabe des General-Anzeigers in das Mauerwerk versenkt werden konnte, beleuchteten Schneider und Sridharan in ihren Grußworten nochmals die vergangenen zehn Jahre. Denn so lange laufen die Planungen zusammen mit dem Investor und den Schwestern bereits.

Das Bonmots des Tages hatte jedoch Architekt Schumacher parat, der in der Bonner Südstadt an einem stuckverzierten Haus folgenden Spruch gelesen hatte: „Mit Gott erbaut, nach Schnur und Lot, trotz Nachbar und trotz Bauverbot.“ Bei so viel geistlichem Beistand wie heute, so Schumacher, könne man mit Fug und Recht behaupten, dass auch dieses Haus mit Gott erbaut werde. Für Schnur und Lot habe man gute Baufirmen vor Ort, sowie eine Wasserwagen-App auf dem Handy.

Einen besseren Nachbarn als Investor Peter Brings könne man sich nicht wünschen und eine Baugenehmigung habe man ebenfalls, auch wenn es ein bisschen gedauert habe. Nach der Segnung überließen es die Gäste Caritasdirektor Schneider, die Röhre im Mauerwerk zu platzieren.

Für den Caritasverband stellt gerade die stationäre Altenhilfe eine besondere Herausforderung dar. Man wolle bei diesem Erweiterungsbau an die guten Erfahrungen, die die Caritas mit dem Investor Brings beim Ausbau in Ramersdorf bisher gemacht habe, anknüpfen. Das Wohngebäude an der Lindenstraße wurde bereits 2018 abgeschlossen. Dort leben nun auch die sechs Schwestern in ihrer Kommunität. Geplant sind jetzt als nächste Schritte die Sanierung des historischen Richterhauses und die Einwicklung eines Tagespflegeangebotes am Standort Herz-Jesu-Kloster.

Derzeit führt der Bonner Caritasverband drei Alten- und Pflegeheime, fünf Pflegestationen mit mehr als 1000 Patienten, eine Tagespflegeeinrichtung, palliative Pflegeangebote, häusliche Betreuungsangebote und Betreuungsangebote für an Demenz erkrankte Menschen sowie zahlreiche Wohnmöglichkeiten auch für ältere Menschen.