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Baumfällung in Beuel: Arbeiter fällen letzte Atlaszeder am Combahnfriedhof

Baumfällung in Beuel : Arbeiter fällen letzte Atlaszeder am Combahnfriedhof

Arbeiter haben die letzte von sieben Atlaszedern auf dem katholischen Pfarrfriedhof von St. Josef und Paulus gefällt. Weil Äste herunterzufallen drohten, waren Besucher nicht mehr sicher.

Die markante Atlaszeder ist nicht mehr auf dem Friedhof der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef und Paulus zu sehen. Weil der stattliche Baum krank war, hatte der Kirchenvorstand keine andere Wahl, als ihn fällen zu lassen. Damit ist hier die letzte von ursprünglich sieben Zedern entfernt worden.

Die Maßnahme stehe aber in keinem Zusammenhang mit einem möglichen Ausbau der St. Augustiner Straße (B56) in diesem Bereich, sagte Michael Kranz, geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands. Bereits 2018 hatten Fällarbeiten für Diskussionen, auch im Zusammenhang mit einer möglichen Straßenverbreiterung, gesorgt.

Stadt ordnete Fällung an

Der Friedhof liegt zwischen der B56, der Combahnstraße und der Kreuzstraße. Dort stand die Zeder in der Ecke zwischen der B56 und Combahnstraße, auf dem Gelände des Friedhofs. Auf etwa 20 bis 30 Meter schätzte Kranz die Größe des Baumes. „Sie war kaputt, es drohten Äste herunterzufallen“, sagte Kranz vor den Arbeiten. Weil dies bereits geschehen sei, habe die Stadt die Fällung angeordnet. Die Prüfung durch die Untere Naturschutzbehörde erfolgte im September, sagte Heribert Niemann, Mitglied des Kirchenvorstands und zuständig für den Friedhof.

Etwa 5000 Euro kosten die Arbeiten, die Christian Ross mit seinem Baumpflegedienst noch bis diesen Freitag durchführt. Diesen Betrag übernimmt die Pfarrgemeinde. Anders wäre es nach Einschätzung von Kranz gewesen, wenn die Atlaszeder im Zuge des Ausbaus der B56 hätte fallen müssen. Dann hätte der Baulastträger zahlen müssen.

Als Ersatz Amberbaum, Hainbuche und Ahorn

Bereits 2018 waren die ersten fünf Zedern gefällt worden, eine sechste folgte dann im vergangenen Frühjahr. Vorgeschrieben ist, dass es für alle sieben Zedern Ersatzpflanzungen gibt. Zwölf Bäume, darunter die Sorten Amberbaum, Hainbuche und Ahorn, seien bereits angepflanzt worden, nun folgen eine weitere Hainbuche und ein Ahorn.

Kranz erinnerte sich zudem an „heftige Proteste“, die es im Zusammenhang mit den Fällarbeiten 2018 gegeben hatte. Wie der GA berichtete, hatten Arbeiter damals die ersten fünf blauen Atlaszedern im Alter von etwa 80 Jahren auf dem Friedhofsgelände gefällt. Darauf hatten Anwohner und andere Bürger mit Empörung reagiert. Manche mutmaßten damals im Gespräch mit dem GA, dass die Fällungen mit der Verbreiterung der B56 in Zusammenhang stehen könnten. Eine Anwohnerin hatte mit einer Unterschriftenaktion versucht, die Fällarbeiten zu verhindern.

Auch 2018 war bezüglich dieser fünf Zedern bei einer Prüfung festgestellt worden, dass der Zustand der Bäume nur „ausreichend bis mangelhaft“ war. Auch hier drohten in der Folge Äste abzubrechen und Besucher des Pfarrfriedhofs zu gefährden.