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Ausbau der S13 in Vilich: Bypass für Radfahrer und Fußgänger bleibt

Bauarbeiten an der S13 : Bypass für Radler und Fußgänger in Vilich bleibt

Im Januar beginnen die Bauarbeiten zwischen Vilich und Vilich-Müldorf. Der Bürgerverein will im Frühjahr 2021 einen „Tag des sicheren Schulwegs in Vilich“ organisieren, um auf die unzureichenden Umstände im Ort aufmerksam zu machen.

Ein Artikel in der Montagsausgabe des Beueler GA, in dem es hieß „Behelfsbrücke kommt bald“, war leider teilweise missverständlich. Denn nicht die Behelfsbrücke kommt bald, sondern der Bypass für Fußgänger und Radfahrer kommt bald. Die Brücke, die Vilich-Müldorf (Beueler Straße) und Vilich (Schultheißstraße) verbindet, wird definitiv Anfang Januar abgerissen. Sie ist bereits für Autos gesperrt. Für Radfahrer und Fußgänger wird ein neuer Weg zwischen den beiden Orten gebaut, ein Bypass. Dieser neue Weg beginnt in Vilich-Müldorf schräg gegenüber dem Gelände des Technischen Hilfswerks, geht ab der Beueler Straße Richtung Norden, um dann nach Westen (links) abzubiegen.

Eine neu ausgebaute Unterführung unter der Bahn führt dann nach Vilich auf die kleine Straße „Am Burgpark“ und mündet in die Adelheidisstraße. Der Weg soll drei Meter breit und beleuchtet werden. Die Stadt und die betroffenen Bürgervereine haben sich mit den Anwohnern verständigt, dass dieser Fuß- und Radweg auch nach den S-Bahn-Baumaßnahmen erhalten bleiben soll.

„Wir sind froh“, so Thomas Biedermann, Vorsitzender vom Bürgerverein (BV) Vilich-Müldorf, „dass es diesen neuen Weg geben wird.“ Für die Radfahrer aus Vilich-Müldorf sei die Fahrt auf der B56 „eine Katastrophe“, weil viel zu unsicher. Er betont noch, dass mit dem neuen Weg auch eine gute Radverbindung nach Geislar hergestellt wird. Nur hätte man sich die Fertigstellung vor Abriss der Brücke gewünscht. „Um auch das letzte Missverständnis auszuräumen, die Unterschrift von Peter Esch, dem Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Bonn, galt der Baufreigabe für den neuen Weg“, sagt Biedermann.

Etwas kritischer sieht Evelin Jörg, Vorsitzende des Bürgervereins Vilich, den neuen Weg. Gut findet sie, dass damit die Radbeziehung zwischen den beiden Orten aufrechterhalten wird. Einen ernsten Kritikpunkt äußert sie über die Einmündung der Straße „Am Burgpark“ in die Adelheidisstraße. „Erstens ist die Einmündung sehr unübersichtlich und zweitens ist dies der Punkt, an dem die Autofahrer bergab Richtung Geislar schon wieder Gas geben.“

Ihr Bürgerverein habe Maßnahmen zur Sicherung der Einmündung gefordert, bisher ohne Erfolg. Auch sei der Gehweg an dieser Stelle sehr schmal, ein gekennzeichneter Überweg fehle auf dem gesamten Weg. Der Bürgerverein wird mit Elternvertretern der Schulen und anderen Institutionen im Frühjahr 2021 einen „Tag des sicheren Schulwegs in Vilich“ organisieren, um auf die unzureichenden Umstände im Ort aufmerksam zu machen.

Schulbusse sorgen dafür, dass die meisten Grundschulkinder von Vilich-Müldorf zur Adelheidisschule nach Vilich gebracht werden. Kinder, die schon selber mit dem Rad zur Schule fahren dürfen, werden im Pulk mit Erwachsenen fahren. Das könnte, solange die neue Verbindung noch nicht fertiggestellt ist, über die Burbankstraße zur Hammstraße nach Geislar und weiter über Geislarstraße und Käsbergstraße sein. Oder doch über den Radweg an der B 56. „Fest steht nur, dass die Arbeiten der Baufirma Strabag erst am 4. Januar beginnen werden“, so Jörg.