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Twentyseven präsentiert neue Platte: Band aus Beuel gibt am Samstag Konzert am Wendehammer

Twentyseven präsentiert neue Platte : Band aus Beuel gibt am Samstag Konzert am Wendehammer

Die Band „Twentyseven.“ stellt am Samstag ihre erste Platte „Emily Peter Dawson“ in der Paulusstraße in Beuel vor. Das Open Air-Konzert beginnt um 19 Uhr am Wendehammer.

Nebenan arbeitet ein Schreiner an alten Möbeln, eine Tür weiter zimmern die Jungs von „Twentyseven.“ an ihren Stücken. Den Proberaum im Gewerbegebiet in Beuel hat ihnen ein befreundeter Tätowierer vermittelt. Die Halle gehört dem Peter, der Antiquitäten aufpoliert und sie verkauft. An der Wand hängen eine Gitarre und ein Bass, ein Schlagzeug steht herum.

Vor Kurzem hat die Band ihre erste Platte aufgenommen. „Emily Peter Dawson“ heißt die EP, die vier Stücke hat. Darin erzählen die Musiker die Geschichte der fiktiven Figur Peter Dawson. An einer der Wände im Proberaum lehnt eine Schallplatte von Jim Dawson. Der Bassist der Band hat sie zufällig in einem Plattenladen gefunden. „Die ist grottig“, sagt Sänger Niklas Buchholz. „70er Jahre Schnulzen, aber in schlecht.“ Bei ihrem Sound orientieren sich die Musiker an Bands wie Pink Floyd, den Red Hot Chili Peppers oder Eels. „Wir sagen: Wir machen funky Indierock mit subtilen Retro Vibes“, sagt Buchholz und lacht. „So stand das mal in der Zeitung.“

Im Proberaum aufgestellt sind auch die gerahmten Auszeichnungen, die sie beim Band-Wettbewerb Toys2Masters im Dezember gewonnen haben. Neben Sänger und Keyboarder Buchholz gehören zur Band: ­Adrien Freiling an der Gitarre, Tom Büllesbach am Bass und Paul Paust am Schlagzeug.

Trotz Improvisation zum Erfolg

Buchholz und Freilling gründeten die Band, als sie noch in Bad Godesberg aufs Nicolaus-Cusanus-Gymnasium gingen. Das war Ende 2018, die ersten Konzerte kamen dann Anfang 2019. „Wir waren vier kleine Jungs, die nicht wussten, was sie tun“, sagt Buchholz. Das ist heute anders. „Wir haben in Bonn mittlerweile fast überall gespielt: im Bla, im GOP, auf dem Dach des Kamea“, zählt Buchholz auf. Und eben im Brückenforum, wo sie den Band-Wettbewerb gewannen – trotz Panne. Da funktionierte vor dem letzten Song auf einmal Buchholz Keytar, eine Mischung aus Keyboard und Gitarre, nicht mehr. Freiling improvisierte so lange, bis der Techniker das Problem gelöst hatte.

Zum Gespräch gehts dann auf die Bank vor dem Proberaum. Dort erzählt Buchholz, wie die Band zu ihrem Namen kam: Sie hatten eine Packung Glückskekse, 50, 60 Stück, alle nicht mit den üblichen Sprüchen, sondern mit Unsinn. Die drei Musiker, die dabei waren, nahmen sich einen Keks, jeder Spruch enthielt die Nummer 27. „Erst dachten wir jeder Spruch in der Tüte hat die 27“, sagt Buchholz. Dann stellten sie aber fest, dass es in der Packung nur ein paar gab, die sie zufällig gegriffen hatten. Schon war ein Bandname gefunden. „Wir haben noch einen Punkt dahintergesetzt, wegen der Coolnes“, sagt Buchholz.

Dann will er mal Stücke von der neuen Platte zeigen. Weil gerade keine Box zur Hand ist, parkt Olbricht seinen Opel Corsa vor der Bank. Tür auf, Handy an die Anlage anschließen und schon erklingen die ersten Takte der neuen Scheibe. Eigentlich wollten sie die mit einem Konzert feiern. Das musste aber wegen Corona ausfallen. Nun will die Band das nachholen. „Wir spielen eins der ersten halbwegs normalen Konzerte“, sagt Buchholz. „Wir bringen da wieder Schwung in die Kiste.“

Samstag, 8. August, ab 19 Uhr ein Open Air-Konzert am Wendehammer in der Paulusstraße. Tickets für 8 Euro gibt es auf www.twentysevenbonn.de.