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"Schatzinsel": Barley zeigt sich von Kita in Hoholz begeistert

"Schatzinsel" : Barley zeigt sich von Kita in Hoholz begeistert

Bei ihrem Besuch in der Kindertagesstätte Schatzinsel lobt SPD-Generalsekretärin Katarina Barley das Konzept der Kita. Diese kümmert sich seit 25 Jahren um Kinder aus Problemfamilien.

Frühjahrsblumen im Beet, schaukelnde Kinder und der Duft von frisch gebackenen Waffeln - SPD-Generalsekretärin Katarina Barley erlebte bei ihrem Besuch am Mittwoch in der Kindertagesstätte Schatzinsel des Vereins für Gefährdetenhilfe (VfG) in Hoholz eine „unglaubliche harmonische und kindgerechte Atmosphäre“.

Kita-Leiterin Florence Gerhards und ihr Team hatten für den prominenten Besuch alles perfekt vorbereitet. Die Sozialdemokratin war beeindruckt von der Einrichtung: „Ich habe in meinem Politikerleben schon einige Kinder- und Jugendeinrichtungen besucht, aber diese erscheint mir vorbildlich und nahezu einzigartig.“

Und nun zu den Fakten, die die Einschätzung von Barley bekräftigen: Die Kita in der Kleinfeldstraße bietet 15 Plätze für Kinder aus äußerst schwierigen Familienverhältnissen. „Die Eltern sind meist drogenabhängig, alkoholsüchtig oder haben andere schwerwiegende soziale Probleme“, erklärte Gerhards der Generalsekretärin. Seit 25 Jahren kümmert sich das Betreuerteam um gefährdete Kinder im Alter zwischen ein und sechs Jahren.

Sanierung für 300.000 Euro

„Wir holen die Kinder täglich mit einem eigenen Fahrzeug bei den Eltern ab und sie verbringen dann den ganzen Tag bei uns“, sagte Gerhards. Die „Schatzinsel“ versorgt die Kinder mit Nahrung, kümmert sich um Körperpflege und Arztbesuche. Aber auch die Schulung im Umgang mit der Natur und dem Gartenanbau stehen auf dem Programm.

Auf die Frage von Barley, wie das Projekt finanziert wird, antwortete VfG-Geschäftsführer Joachim Krebs: „Nahezu ausschließlich durch Spenden, Zuschüsse und eigene Querfinanzierungen.“ Krebs kritisierte, dass das Land für die Versorgung von Kindern unter drei Jahren deutlich mehr Geld zur Verfügung stelle als für ältere Kinder. Barley sagte zu, das Problem in den zuständigen Parteigremien ansprechen zu wollen.

Das Wohnhaus hat der VfG im vergangenen Jahr für 300.000 Euro komplett saniert und restauriert. „Diese Summe haben wir hauptsächlich durch private Spenden aufgebracht“, so Krebs. Finanzieller Grundstock für den Umbau war der Gewinn von 40.000 Euro bei der TV-Sendung „Wünsch Dir was“ mit Thomas Gottschalk. „Wir haben unser Projekt im Fernsehen vorstellen dürfen. Und die Zuschauer haben für uns gestimmt. So haben wir das Geld bekommen“, sagte Gerhards.

Den Besuch von Katarina Barley in Hoholz hatten die beiden Landtagskandidaten der Bonner SPD, Peter Kox und Gabriel Kunze, organisiert.