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Beuel: Beim Blumenfest herrschte reger Andrang

Beuel : Beim Blumenfest herrschte reger Andrang

Menschenmassen "wälzten" sich am Rheinufer zwischen den Ständen hindurch, mitunter konnte man sich zwischen den Blumenverkaufsständen nur im Gänsemarsch bewegen. Dort herrschten mitunter lange Schlangen an den Kassen. Kein Vergleich zum verregneten letzten Beueler Blumenfest, fand Brigitte Schmitz, die für Blumen Volberg verkaufte.

"Die Leute sind gut drauf", freute sie sich. Und sie kauften ordentlich ein. "Topfblumen verkaufen sich am besten. Die Leute fangen ja jetzt an zu pflanzen." Bei den Männern stünden Straußblumen im Vordergrund. "Die überlegen sich, ob sie etwas ausgefressen haben", meinte Schmitz augenzwinkernd.

An beiden Wochenendtagen war das Fest gut besucht. Durch die Menge bewegten sich die Musiker der "Rabbit Tail Jazz Band" mit fröhlicher Blasmusik. Die Leute konnten nicht nur Blumen kaufen, sondern sich auch über Gartenfliesen, Massagen, Möbel und vieles mehr erkundigen.

Am Sonntag waren außerdem viele Oldtimer zu sehen, wie es am Blumenfestsonntag Tradition ist. Dieses Mal seien noch mehr gekommen, als sich vorab angemeldet hatten, sagte Paul Ahrens, Vorsitzender der Gewerbegemeinschaft Beuel (GGB), die das Fest organisiert hatte. Dadurch sei es zu Platzproblemen gekommen.

Damit hatten Dominique und Martin Burgwinkel aus Buschhoven kein Problem: Ein Oldtimer wie ihr schwarzer Ford USA von 1930 werde immer genommen, sagte sie - und er gehörte tatsächlich zu den ältesten. "Der Wagen ist so schön unkompliziert, er läuft wie ein Traktor." Allerdings habe er eine Holzkarosserie. "Damit fahren wir nur bei schönem Wetter." Deshalb wollten sie sich zur Schau nicht anmelden. Sie nahmen auch nicht am Korso teil.

In der Beueler Innenstadt war ab Mittag verkaufsoffener Sonntag. Vor allem in der Nähe zur Rheinpromenade hatten viele Läden geöffnet: Beim asiatischen und italienischen Lebensmittelgeschäft konnte man gebratene Nudeln und andere Leckereien kaufen, vor dem Eislabor reihten die viele Leute auf, und in der Einkaufspassage gab es unter anderem eine Modenschau.

Je weiter man in Richtung Beueler Innenstadt kam, desto seltener sah man geöffnete Geschäfte. "Wir durften leider nicht den Rathausplatz benutzen", sagte Ahrens. "Deshalb haben einige Geschäftsleute gesagt, wir machen nicht auf." Er freute sich schon darauf, den Vorplatz wieder nutzen zu können.

"Wir müssen mehr Platz haben." Am Rheinufer sei es schon zu eng. Etwa 35 Aussteller waren gekommen. "Wir haben keine einzige Ausstellungsfläche mehr frei." Im nächsten Jahr werde sich das entzerren, war er sicher. Ahrens war froh über den guten Zulauf auch von der linken Rheinseite. "Die Stimmung ist bombig."