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Beuel: Förderverein plant Martinsumzug

Alternativen im Gespräch : Förderverein hält vorerst an Martinszug in Beuel fest

Der Förderverein Sankt Martin Beuel-Mitte hält weiterhin an den Plänen für einen Martinsumzug fest. Bürgervereine und Schulen haben derweil den Termin abgesagt.

Wird es im November vielleicht doch einen Martinsumzug in Beuel geben? Dazu äußert sich Friedhelm Kruth, Sprecher des Fördervereins Sankt Martin Beuel-Mitte: „Wir stehen in den Startlöchern. Kinder sollen nicht auf den Sankt Martin verzichten müssen. Mit der Stadt sind wir im ständigen Austausch, ob ein Martinsumzug stattfinden kann und unter welchen Bedingungen.“ Fest stehe zugleich, „dass der Sankt Martin bereit ist, unter den erforderlichen Hygienebedingungen die Kindergärten und Schulen zu besuchen und auch Weckmänner dort zu verteilen“.

Alternativen in der Diskussion

Über Alternativen denken Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der rechtsrheinischen Bürgervereine nach. Bei der vergangenen Sitzung lehnte die überwiegende Mehrheit Martinsumzüge ab. So werden die Martinszüge in Roleber-Gielgen-Hoholz, Holzlar, Holtorf und in Liküra nicht stattfinden, obgleich über Ersatzveranstaltungen nachgedacht wird. „Unser Sankt Martin wird unter Einhaltung der Vorschriften einige Kindergärten sowie die Gemeinschaftsgrundschule Ennertschule besuchen und sich kurz den Kindern zeigen, eventuell eine Geschichte erzählen“, teilt Marc Huck, der für die Martinszüge in Liküra verantwortlich ist, mit.

Auch in Vilich-Müldorf fällt der Zug aus. Der Plan des Bürgervereins ist, dass die Kindertagesstätten (Kitas) und Familien im nötigen Abstand zueinander rund um den Vilich-Müldorfer Anger stehen. Sankt Martin wird dann mit seinem Pferd um die Gruppe herumreiten und die einzeln eingepackten Stuten verteilen. „Alle Vorbereitungen zur Durchführung wurden durch uns getroffen“, so Johannes Bildstein, Konrektor der Marktschule in Pützchen. Jetzt warte man auf die Entscheidung der Stadt.

Eine Absage gibt es dagegen von Dirk Wetzig, Rektor der Gemeinschaftsgrundschule Paul Gerhardt: „In diesem Jahr findet kein Martinszug statt und aufgrund der aktuellen Corona-Betreuungs- und Schutzverordnung auch keine anderen Veranstaltungen mit vielen Menschen. Das Thema wird lediglich klassenintern im kleinen Rahmen mit den Kindern vermittelt.“ Ähnlich sieht es in der Adelheidisschule in Vilich aus bestätigt Rektorin Ute Sterr.

Weitergehende Überlegungen hat Rektor Christian Eberhard von der Offenen Ganztagsschule Gottfried Kinkel. „Da es den regulären Zug in Oberkassel nicht geben wird, überlegen wir, einen Sankt Martin alleine durch Oberkassel ziehen zu lassen, die Kinder sind an den Fenstern, und die Häuser sind geschmückt.“ Des Weiteren werden die Kinder Laternen basteln und an verschiedenen Tagen Anfang November morgens um 7.30 Uhr mit den Laternen im Klassen- beziehungsweise Jahrgangsverband an den Rhein und in den Bürgerpark gehen.

Für die Kitas St. Cäcilia (Oberkassel), St. Adelheidis (Küdinghoven) und Heilig Kreuz (Limperich) plant die katholische Kirche in Oberkassel einen Stationenweg, den die Kinder mit ihren Eltern und Laternen in Kleingruppen gehen. An vier Stationen sollen sie das Leben des Heiligen Martin kennenlernen. Außerdem plant das Familienzentrum ein Angebot für Kinder und Eltern.