A 562 stundenlang gesperrt SWB-Linienbus durchbricht Mittelleitplanke auf der Südbrücke

Update | Beuel · Der Fahrer eines SWB-Linienbusses hat am Samstag kurzzeitig das Bewusstsein verloren und daraufhin auf der Südbrücke mit dem Bus die Mittelleitplanke durchbrochen. Anschließend fuhr er mehrere Hundert Meter auf der Gegenfahrbahn weiter. Die A 562 war stundenlang gesperrt.

Ein SWB-Bus durchbrach die Mittelleitplanke der Südbrücke. Deshalb war die darüber führende A562 gesperrt.

Ein SWB-Bus durchbrach die Mittelleitplanke der Südbrücke. Deshalb war die darüber führende A562 gesperrt.

Foto: Axel Vogel

Ein Linienbus der Stadtwerke Bonn (SWB) hat am Samstagmorgen auf der A 562 in Höhe der Anschlussstelle Beuel-Süd die Mittelleitplanke durchbrochen und ist mehrere Hundert Meter auf der Gegenfahrbahn weitergefahren. Dabei touchierte er mehrere Fahrzeuge, die auf der Südbrücke fuhren. Dann kam er nach etwa 800 Metern unter der Autobahnbrücke der A59 in der Auffahrt Ramersdorf in Richtung Bad Godesberg zum Stehen. Verletzt wurde niemand, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei Köln sagte.

Busfahrer kurzzeitig ohnmächtig

Offenbar war der 65 Jahre alte Fahrer des Busses kurzzeitig ohnmächtig geworden und hatte die Kontrolle über das Steuer verloren. Er fuhr zunächst auf ein vorausfahrendes Auto auf und schob dieses vor sich her. Dann durchbrach er die Mittelleitplanke und geriet auf die Gegenfahrbahn, wo ihm entgegenkommende Fahrzeuge ausweichen konnten. Der Busfahrer habe dann das Bewusstsein wieder erlangt und den Bus abgebremst, so der Polizeisprecher.

 Der Busfahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, sodass der Bus durch dieLeitplanke fuhr. Glücklicherweise befand ersich nicht im Linienbetrieb

Der Busfahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, sodass der Bus durch dieLeitplanke fuhr. Glücklicherweise befand ersich nicht im Linienbetrieb

Foto: Axel Vogel

Infolge des Unfalls wurde die Südbrücke am Samstag ab etwa 10.20 Uhr zeitweise in beide Richtungen gesperrt. Die Sperrung begann linksrheinisch ab dem Zubringer an der B9 in der Bonner Innenstadt.

Wie Clarissa Pütz, Mitarbeiterin in der SWB-Pressestelle, auf Anfrage bestätigte, war der Bus leer gewesen und gerade aus dem Depot in Friesdorf gekommen. „Der Fahrer wird derzeit psychologisch betreut“, so Pütz. Zudem sei er sofort krankgeschrieben worden „Das ist Usus bei uns, dass wir die Fahrer in solchen Fällen zur Erholung aus dem Verkehr ziehen“, erklärte die SWB-Sprecherin. Derzeit liege er noch im Krankenhaus, befinde sich aber auf dem Weg der Besserung.

Keine Verletzten durch Busunfall auf Südbrücke

Bilder: SWB-Busdurchbricht Mittelleitplanke der Südbrücke
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SWB-Bus durchbricht Mittelleitplanke der Südbrücke

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Bei dem Unfall wurden insgesamt vier Personen medizinisch in Augenschein genommen. Darunter befand sich auch der Busfahrer, der in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Laut Sebastian Sedlacek, Einsatzleiter der Bonner Feuerwehr, könnte ein internistischer Notfall des Busfahrers zu dem Unfall geführt haben. Bei den beiden anderen handelte es sich um Insassen eines beteiligten Pkw, der von einer 49-jährigen Frau auf der Gegenfahrbahn gesteuert wurde. Laut Sedlacek wurden sie vor Ort betreut und konnten den Unfallort dann eigenständig wieder verlassen. Verletzt wurde jedoch nach Angaben der Einsatzleiterin, Katrin Hoffmann vom Polizeipräsidium Köln, in Folge des Unfalls niemand. Bei einem größeren Pulk Autos auf der Südbrücke hätte ein derart schwerer Unfall gravierende Folgen haben können.

Südbrücke war längere Zeit gesperrt

Die Sperrung des Südbrücke hatte am Samstag mehrere Stunden angedauert. Grund dafür waren neben der großen Ausdehnung der Unfallstelle von etwa 1,5 Kilometern auch ausgelaufener Diesel und die erhebliche Beschädigung der Mittelleitplanke. Die Feuerwehr hatte bereits frühzeitig begonnen, den Treibstoff mit Bindemitteln aufzunehmen. Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte des Rettungs- und Führungsdienstes sowie Feuerwehrkräfte der Feuerwachen 1 und 3 beteiligt. Wie Sedlacek mitteilte, sei die Menge jedoch so groß gewesen, dass sie die Möglichkeiten der Feuerwehr überstiegen. Daher musste die zuständige Straßenmeisterei zur Verstärkung angefordert werden.

Daneben begann die Straßenmeisterei mit der Polizei die durchbrochene Leitplanke zu sichern. Diese musste nach GA-Informationen über etwa 50 Meter instand gesetzt oder sogar erneuert werden. Eine Spezialfirma wurde angefordert, die sich um die durchbrochene Mittelleitplanke kümmern sollte. Der Bus wurde durch die SWB geborgen.

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