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Städtepartner tauschen sich aus: Beueler pflegen Freundschaft mit Franzosen

Städtepartner tauschen sich aus : Beueler pflegen Freundschaft mit Franzosen

Auch während der Pandemie möchten die Vertreter aus Beul und Mirecourt ihre Städtepartnerschaft pflegen. Per Zoom-Konferenz haben sich Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn und ihr Amtskollege Yves Séjourné ausgetauscht. Eine Reise im Juni zur Fête de la musique wird aber wohl ausfallen.

Auf das obligatorische La Bise, das Küsschen auf die Wange zur Begrüßung der Freunde aus Frankreich, müssen die Beueler wahrscheinlich noch eine ganze Weile verzichten. Den Kontakt zueinander halten sie jedoch auch in Coronazeiten aufrecht. Zwar gibt es seit Monaten keine persönlichen Begegnungen mehr zwischen Bürgern aus Beuel und Mirecourt, andererseits haben sich die beiden Partnerschaftskomitees jetzt via Zoomkonferenz getroffen. Daran haben neben Bezirksbürgermeisterin Lara Mohn und ihrem französischen Amtskollegen Yves Séjourné auch Vertreter der beiden Organisationen in Deutschland und Frankreich teilgenommen.

„Alle waren sich einig, dass es eine schöne Möglichkeit ist, sich etwas näher zu fühlen und einige wichtige Themen anzusprechen“, sagt die Vorsitzende des Beueler Komitees, Regina Haunhorst. Sie hatte diese Online-Konferenz organisiert. Doch nicht nur die beiden Bürgermeister nutzten die Gelegenheit zum Wiedersehen und Austausch. „Auch wir konnten mit unseren Kollegen vom Komitee in Mirecourt sprechen“, berichtet sie.

Als Wäscherprinzessin Teil des Austausches

Dabei kennt Lara Mohn die Städtepartnerschaft seit frühester Kindheit. Sie hat bereits als Jugendliche gemeinsam mit den Pfadfindern Mirecourt besucht und als Wäscherprinzessin Lara I. 2010 den deutsch-französischen Freunden am Vorabend von Weiberfastnacht mit ihrem Gefolge ihre Aufwartung gemacht. Nun haben sich die beiden Bürgermeister an die vielen offiziellen Begegnungen sowie Treffen der vergangenen Jahre erinnert. Dazu zählt das Fest anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft im Jahr 2019. Damals präsentierte Lara Mohn mit dem Damenkomitee von St. Josef in Mirecourt einen deutsch-französischen Sketch.

Zwar sind für dieses Jahr einige Veranstaltungen vorgesehen, die Durchführung wird jedoch immer abhängig von der Entwicklung der Pandemie sein. In Mirecourt plant man zurzeit die Fête de la musique für den 19. Juni, zu der man natürlich gerne Gäste aus Beuel begrüßen würde. „So wie üblich wird es dieses Jahr nicht durchzuführen sein“, erklärt Elke Kiesel von der Bezirksverwaltungsstelle Beuel. „Nach jetzigem Stand wird die Bürgerfahrt nicht stattfinden, und auch Dienstreisen sind nicht gestattet.“ Eventuell wird nur eine kleine Delegation nach Mirecourt reisen.

Thomas Fricke, stellvertretender Vorsitzende des Komitees Beuel, überlegt derzeit, eine Fahrradtour mit wenigen Begleitern anzubieten. Die Präsidentin des Wandervereins L’Astragale von Mirecourt, Dominique Sartori, berichtet, dass die Wanderungen vor Ort in Kleingruppen wieder durchgeführt werden, wobei sehr auf das Abstandsgebot und Mund-Nasen-Schutz geachtet wird. Helmut Dierks, der Wanderbeauftragte von Beuel, wird seine Vorbereitungen für ein gemeinsames Wanderwochenende Ende August weiterverfolgen, damit eventuell auch diese Begegnung stattfinden kann.

Zurzeit nehmen Mirecourt und Beuel – sowohl die Stadt als auch beide Komitees – an einem virtuellen Projekt des Institut Français teil, das verschiedene Partnerschaftskomitees und Kommunen befragt. Dabei geht es darum, per Fotos sowie Videos die Lebensqualität, Wohnsituation, Mobilität und Infrastruktur in den Regionen zu analysieren. Eingebunden ist das Projekt in die Europawoche Anfang Mai, bei der dann die Ergebnisse vorgestellt werden.