„Pützchen Inklusiv“ Beueler Therapiezentrum plant Neuauflage von Gemeinschaftsfest

Pützchen · Das Therapiezentrum an der Siegburger Straße in Pützchen ist mit einigen neuen Angeboten ins neue Jahr gestartet. Darüber hinaus ist die Neuauflage des Gemeinschaftsfestes „Pützchen inklusiv“ geplant.

Geschäftsführerin Sabine Rickes und Gerd Mainzer, Vorsitzender des    Förderverein   s, planen bereits das Gemeinschaftsfest auf der    Marktwiese.

Geschäftsführerin Sabine Rickes und Gerd Mainzer, Vorsitzender des Förderverein s, planen bereits das Gemeinschaftsfest auf der Marktwiese.

Foto: Benjamin Westhoff

Die vergangenen Coronajahre und das damit verbundene Zurückfahren des öffentlichen Lebens haben allen viel abverlangt. Für diejenigen, die kein selbstbestimmtes Leben führen können, war die Zeit jedoch besonders schwer. „Aber jetzt können wird endlich wieder vorsichtig Schritt für Schritt in unseren normalen Alltag zurück“, freut sich Sabine Rickes, Geschäftsführerin des Therapiezentrums (TZ) an der Siegburger Straße in Pützchen. Dort werden seit 1989 Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen stationär sowie ambulant betreut.

Planungen für 2024 laufen bereits

Auch wenn 2023 erst ein paar Tage alt ist, Rickes ist ihrer Zeit längst voraus und hat das Jahr 2024 bereits fest im Blick. Denn dann soll im Sommer erneut auf der Marktwiese gemeinsam mit den Ortsvereinen, Kindergärten, Schulen und den Kirchengemeinden „Pützchen Inklusiv“ gefeiert werden. „Die Anfragen an die ersten Bands sind bereits raus“, erzählt sie und verspricht, dass dieses große Gemeinschaftsfest wieder alle zusammenführen wird. „Dabei werden wir uns dann erneut einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren. Ich hoffe, dass dabei viele, die uns und unsere Arbeit nicht kennen, uns wahrnehmen und sehen, was im Therapiezentrum geleistet wird“, wünscht sich der Vorsitzende des Fördervereins, Gerd Mainzer.

Rollstuhlfahrer sollen wieder Karneval feiern können

Gemeinsam mit ihm hat Rickes bereits einen Veranstaltungsplan ausgearbeitet, um Bewohnern sowie den vom TZ betreuten Menschen in der Region wieder Teilhabe zu ermöglichen – von Karneval über Trommelworkshops bis zu einem besonderen Tanzprojekt. Karneval war schon immer ein ganz besonderes Ereignis im TZ. Am 8. Februar wird die LiKüRa-Prinzessin mit ihrem Gefolge die Einrichtung besuchen, am 19. Februar sind Bewohner und Mitarbeiter natürlich auch wieder beim LiKüRa-Zug dabei. „Dafür sind wir noch auf Helfer angewiesen. Wir brauchen Freiwillige für unsere Rollstuhlfahrer“, startet Rickes einen Aufruf. Interessenten könnten sich beim TZ unter der Rufnummer 0228/97748-0 oder per Mail unter s.rickes@TZBonn.de melden.

Nach Corona soll der Alltag wieder bunt werden

Neu im Programm des TZ sind ein Tanzprojekt sowie ein „Basales Theater“ (Erlebnistheater), das sich speziell an Menschen mit Beeinträchtigungen richtet. „Sie kommunizieren dabei nicht über Worte, sondern über Gesten. Daraus entsteht eine Interaktion mit allen Sinnen“, erklärt Mainzer. Trommelworkshops sowie Snoezelen-Angebote (dabei erleben Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen beispielsweise durch Licht und Düfte Entspannung) runden das Angebot ab.

Verschont von der Pandemie wurden natürlich auch nicht die Bewohner und die Betreuten des TZ. „Trotz großer Sorge um ihre Gesundheit haben sie die Coronazeit gut überstanden. Aber unsere Mitarbeiter sind jetzt am Limit. Sie haben in den vergangenen Monaten wirklich sehr viel und sehr hart gearbeitet. Auch für sie wünsche ich mir jetzt wieder eine Rückkehr in den Alltag“, sagt die Leiterin der Einrichtung.