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Helfer in Bonn: Beueler THW ist einsatzbereit während der Corona-Krise

Helfer in Bonn : Beueler THW ist einsatzbereit während der Corona-Krise

Rund 100 Helfer des Technischen Hilfswerks in Beuel sind für Notfälle und Hilfeleistungen während der Corona-Krise vorbereitet.

Das Diensthandy von Thorsten Petri ist rund um die Uhr an. Nicht nur in der aktuellen Corona-Krise. „Ich bin jederzeit erreichbar“, sagt der Ortsbeauftragte des Beueler Technischen Hilfswerks (THW). Doch während viele haupt- und ehrenamtliche Helfer der verschiedenen Rettungs- und Hilfsorganisationen derzeit am Limit arbeiten, gibt es für das THW aus dem Rechtsrheinischen aktuell nicht mehr zu tun als sonst. „Bei uns ist es trotz Corona sehr, sehr ruhig“, sagt Petri, der seit dem vergangenen Juni das Team leitet.

Das liegt sicher auch daran, dass die Helfer für die Gefahrenabwehr zuständig sind. „Wir kommen bei Hochwasser oder wenn eine Straße freigeräumt werden muss“, erklärt der Ortsbeauftragte, der im Hauptberuf bei der Bundespolizei arbeitet. „Wir unterstützen andere Hilfskräfte, aber wir kommen nicht in direkten Kontakt mit Menschen.“ Dafür habe das Beueler THW weder die Ausstattung, noch seien die Helfer entsprechend ausgebildet.

Dennoch ist das Einsatzteam jederzeit bereit. „Wir warten auf Anforderungen. Wenn wir gebraucht werden, sind wir schnell zur Stelle.“ Das könnte dann der Fall sein, wenn Hilfe beim Transport benötigt wird. Beispielsweise bei der Anlieferung von Krankenhausbetten. „Aber das Rheinland ist hier gut ausgestattet“, so Petri. „Ich glaube nicht, dass das nötig sein wird.“ Dennoch kann er jederzeit ein Team von mindestens 100 Freiwilligen zur Verfügung stellen. „Alle hoch motiviert und flexibel.“

Insgesamt verfügt der THW-Ortsverband über rund 130 Erwachsene und noch einmal etwa 70 Jugendliche als Helfer. Aufgrund der guten Jugendarbeit muss sich der Ortsverband keine Sorgen um die Zukunft machen. Fast alle erwachsenen THW-Mitglieder haben einst in einer der Jugendgruppen angefangen.

Eigentlich will der Ortsverband in diesem Herbst das 50-jährige Bestehen der erfolgreichen Jugendarbeit feiern. „Aber wir wissen derzeit ja alle nicht, wie sich die Situation entwickelt“, so Petri. Daher könnte es möglich sein, dass man das Fest auf nächstes Jahr verschieben muss. „Entschieden ist noch nichts, wir warten erst einmal ab“, so der Ortsbeauftragte. „Zur Not feiern wir eben nicht den 50., sondern den 51. Geburtstag.“

Weiter geht es offenbar bei dem seit Jahren geplanten Neubau der Unterkunft. „Wir haben uns noch einmal alle an einen Tisch gesetzt. Ich bin guter Dinge, dass wir uns einigen und wir bald mit der konkreten Planung beginnen werden“, ist Petri zuversichtlich. Geplant ist, sowohl die Fahrzeughalle als auch die Sozial- und Sanitärräume zu erneuern. Derzeit nutzt das THW einen 1962 als Industriebau errichteten Gebäudekomplex, der mittlerweile total baufällig ist und den man nicht mehr sanieren kann.