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Kita Om Berg in Holzlar: Bezirksvertretung Beuel entscheidet über Kita-Anbau

Kita Om Berg in Holzlar : Bezirksvertretung Beuel entscheidet über Kita-Anbau

Ende August könnte es die finale Entscheidung zur Erweiterung der städtischen Kindertagesstätte Om Berg in Holzlar geben. Dann berät die Bezirksvertretung Beuel über die Pläne der Stadt Bonn.

Die Planung für einen Umbau und eine Erweiterung der städtischen Kindertagesstätte (Kita) Om Berg am Veilchenweg 26 wird immer konkreter. Die Politik könnte am Mittwoch, 25. August, ihre abschließende Zustimmung erteilen. Dann tagt die Bezirksvertretung Beuel und berät über den Vorschlag der Verwaltung. Etwa 3,2 Millionen Euro würde die Stadt in das Projekt investieren.  

Bereits eine Woche zuvor, am Donnerstag, 19. August, könnten der Betriebsausschuss Städtisches Gebäudemanagement (SGB) und der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie eine Empfehlung für die Umsetzung der Planung aussprechen, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht. Der Rat der Stadt Bonn hatte bereits im März der Kostenschätzung zugestimmt.  

Zwei neue Gruppen

Bisher werden die Kinder der Einrichtung in drei Gruppen betreut. Mit der Erweiterung sollen zwei Gruppen hinzukommen, um das Angebot an Kita-Betreuungsplätzen zu erhöhen. Die Stadt plant, einen Anbau des Altgebäudes der Grundschule Om Berg zu nutzen. Der Anbau soll saniert und umgestaltet sowie über einen Verbindungsgang mit dem bestehenden Gebäude der Kita verbunden werden. Die Grundschule hatte im Dezember 2019 ihren Neubau bezogen, ein zweigeschossiges Altgebäude der Schule war abgerissen worden.  

Derzeit gibt es 54 Plätze in der Kita, wie Maria König, seit 2017 Vorsitzende im Vorstand des Kita-Fördervereins, auf GA-Anfrage mitteilt. Darunter entfallen zehn Plätze auf Kinder unter drei Jahren (U3) sowie 44 Plätze auf Kinder über drei Jahren (Ü3). Nach der Erweiterung können bis zu 86 Kinder die Kita besuchen, teilt Andrea Schulte vom Presseamt der Stadt mit: Es werde dann 27 U3- sowie 59 Ü3-Plätze geben.    

Baubeginn nach Genehmigung des Haushalts

Ein Baubeginn könnte der Beschlussvorlage zufolge frühestens nach der Genehmigung des Haushalts 2021/2022 erfolgen. In den Gesamtkosten von etwa 3,2 Millionen Euro sind ein Risikozuschlag in Höhe von zehn Prozent sowie eine Steigerung der Baukosten in Höhe von vier Prozent eingerechnet. Zudem hofft die Stadt auf eine Förderung durch den Landschaftsverband Rheinland in Höhe von 445.500 Euro. Zu finanzieren wäre somit ein Betrag von etwa 2,7 Millionen Euro. Davon sollen etwa 1,9 Millionen Euro – wenn die Zuteilung erfolgt – über ein Förderdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aus den Programmen „KommunalInvest“ und „KommunalInvestPlus“ gedeckt werden. Hierbei könnte es einen Tilgungszuschuss von 27,5 Prozent  geben, sofern die Sanierung mit dem Energie-Standard KfW-100 erfolgt. Weitere 796.000 Euro würden voraussichtlich aus dem Programm „Kommunal Invest“ der NRW-Bank finanziert, heißt es in der Beschlussvorlage.

Zentrale Küche im Anbau

In dem Anbau werden nach finaler Zustimmung durch die Politik zwei neue Gruppenräume sowie beispielsweise ein Mehrzweckraum, eine zentrale Küche, ein Personal- und Technikraum sowie Toiletten eingerichtet. Die Pläne zur Sanierung sehen zudem vor, dass der Anbau gedämmt wird, neue Fenster und Türen, eine neue Haustechnik und eine Fußbodenheizung erhält.  

Eine energetische Modernisierung ist nur für den Anbau geplant. Zugleich soll das bestehende Gebäude der Kita an die neue Heizungsanlage angeschlossen werden. Zudem werden – bei einer Umsetzung der Pläne – im bisherigen Gebäude der Kita der derzeitige Mehrzweckraum und die Zentralküche geschlossen, da sie nicht mehr den aktuell gültigen Anforderungen entsprechen. An selber Stelle sollen zwei Differenzierungsräume und ein großer Wickelraum entstehen. Auch das Büro der Kita-Leitung wird hier zurückgebaut, um Platz für die Anbindung an den Verbindungsgang zum Erweiterungsbau zu schaffen. Ein neues Leitungsbüro wird es dann im sanierten Anbau geben. Zudem werden die Innen- und Außentüren an aktuelle Anforderungen des Arbeitsschutzes angepasst sowie Sonnenschutzanlagen an allen Fenstern der Aufenthaltsräume nachgerüstet. 

Eltern freuen sich

Auf die Zustimmung durch eine Mehrheit der Beueler Bezirksvertreter hofft König. Seit dem 1. August ist ihre jüngere Tochter (14 Monate) in der Eingewöhnung für den Besuch der Kita. Ihre ältere Tochter (6) besuchte vor dem Wechsel zur benachbarten Grundschule die Kita. König vertritt etwa 35 Eltern im Förderverein. „Wir freuen uns über die Erweiterung. Dass der Anbau mit der früheren OGS der Grundschule stehengeblieben ist, deutete auf den Umbau hin“, sagt sie. Ärger der Eltern über Einschränkungen und Baulärm – sollte die Zustimmung erfolgen – befürchtet sie nicht. „Im Gegenteil, das wird spannend für die Kinder, die Bauarbeiten mitzuerleben“, sagt König.