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Bonn: Bank stellt der Kulturszene 230 000 Euro bereit

Bank stellt 230 000 Euro bereit : Geldsegen für Bonner Kulturszene

50 Kultureinrichtungen in Bonn erhalten Mittel in Höhe von insgesamt 230 000 Euro. Das macht eine Spende der Volksbank möglich. Das Pantheon erhält alleine 10 000 Euro.

„Ich strahle unter der Maske über das ganze Gesicht“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins des Bonner Pantheons, Heinz Günter Horn. Das Theater und weitere Bonner Kulturinstitutionen erhalten insgesamt 230 000 Euro. Damit unterstützt die Volksbank Köln-Bonn die Kulturszene während der Corona-Krise.

„Im November 2020 haben wir eine Kulturspendenoffensive gestartet, um die Kultur in der Geschäftsregion zu unterstützen“, sagte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz. In der Genossenschaft hätten die Mitglieder auf einen Teil ihrer Dividende verzichtet, die dann in die Stiftung geflossen sei. Ursprünglich sollten 150 000 Euro für die Bonner Kultur zur Verfügung stehen, bei einer Anzahl von 50 Anträgen habe die Bank kurzerhand weitere 80 000 Euro dazugegeben.

Um die Existenz als Kulturinstitution geht es beim Pantheon, das mit 10 000 Euro bedacht wurde. „Ich finde das eine ganz tolle Sache“, sagte die künstlerische Leiterin des Hauses, Martina Steimer. „Die Krise zieht sich nun schon so lange hin, und wir hoffen von Monat zu Monat. Da ist eine solche Unterstützung nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern auch ein Signal zum Durchhalten.“

Positive Rückmeldungen bleiben aus

Im Frühjahr 2020 seien noch sehr viele positive und aufmunternde Rückmeldungen seitens des Publikums gekommen. Das habe aber nachgelassen. Der Vorsitzende des Fördervereins hofft durch die Spende auch darauf, dass sich die fast 1000 Mitglieder ebenfalls wieder etwas motivierter fühlen. Der Förderverein, der kurz nach der Gründung des Pantheons ins Leben gerufen wurde, lebt vor allem durch den persönlichen Kontakt, den Vorstandsvorsitzender Heinz Günter Horn intensiv und sichtlich mit Leidenschaft pflegt. „Unsere Aufgabe ist es, das Pantheon bei der Aufrechterhaltung der Qualität des Programms zu unterstützen, ebenso wie auch bei der Förderung junger Künstler, denen wir eine Bühne bieten wollen“, stellte Horn die Aufgaben vor.

Seit er 2011 den Vorsitz übernommen hat, versteht sich der Verein noch einmal mehr als Teil der ‚Theaterfamilie‘ – in guten und schlechten Zeiten. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind 120 neue Mitglieder in den Verein aufgenommen worden, und Horn hofft darauf, bald die 1000er-Marke knacken zu können.

Beim Rheinischen Jugendchor mit Sitz in Beuel sind die beantragten 1800 Euro für die Bezahlung einer Stimmbildnerin gedacht. Damit sollen Kinder und Jugendliche auch in jenen Zeiten dem Chorgesang treu bleiben, in denen eine Präsenz-Chorprobe in weiter Ferne zu rücken scheint, wie Susanne Vreden berichtete.

Für den Philharmonischen Chor der Stadt Bonn nahmen Anna Zoporowski und Christoph Tröbs die Spende entgegen. „Wir hoffen, dass wir Ende September unser großes Projekt der Aufführung von Mendelssohns ‚Elias’ in der Kölner Philharmonie umsetzen können“, sagte Zoporowski. Das Geld soll zu diesem Zweck in die Gagen der Solisten fließen sowie weitere Unkosten decken, da der Chor auch im September noch mit Beschränkungen bei der Anzahl des Publikums rechnet. Und das heißt für den ehrenamtlich agierenden Chor geringere Einnahmen über den Kartenverkauf.

Zudem haben aus den Mitteln der Spende der Verein Kunst & Kultur Bad Godsberg 8300 Euro und das Kleine Theater Bad Godesberg 10 000 Euro erhalten.