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Bonn-Beuel: Johannes-Nepomuk-Stiftung erobert die Social-Media-Welt

Spurensucher mit frischem Blick : Johannes-Nepomuk-Stiftung aus Beuel erobert die Social-Media-Welt

Mit drei Jungredakteuren erobert die Johannes-Nepomuk-Stiftung die Social-Media-Welt von Instagram und Facebook. Mit frischem Blick sollen die Onliner auf Spurensuche gehen.

Eins hat der Vorstand der Beueler Johannes-Nepomuk- Stiftung schon gelernt: Wenn junge Leute von Social Media sprechen, dann meinen sie nicht mehr Facebook, sondern Instagram. Bei ersterem jedenfalls, sagt Antonia Thomas, habe sie deutlich mehr Nachholbedarf. Die 18-Jährige wird künftig zusammen mit Tobias Kohmann (18) und Felix Vetter (16) die neue Social-Media-Präsenz der kirchlichen Bürgerstiftung betreuen. Finanzielle Starthilfe kommt von der Volksbank Köln-Bonn, die 1000 Euro für ein Coaching mit Experten aus dem Kommunikationsbereich spendet.

Redakteure sollen sie sein, sagt der Stiftungsvorsitzende Ralf Birkner, aber auch Influencer für Gleichaltrige und Jüngere und vor allem „Spurensucher“. Junge Themen im Beueler Stadtbezirk sollen sie aufspüren: Das könnten sie für Jugendliche besser als der Vorstand mit seinem Altersschnitt von „deutlich jenseits der 40“, so Birkner. Aus diesem Grund hätten sie auch einen besseren Zugang zu Kanälen wie Instagram.

Die Jungredakteure sind für die Stiftung keine Unbekannten. Die Schüler des Kardinal-Frings-Gymnasiums – Antonia und Tobias haben jüngst ihr Abitur absolviert, Felix kommt in die elfte Klasse – waren am Lernpatenprojekt der Stiftung für Kinder der Josefschule beteiligt (siehe Infokasten) und wurden dann gefragt, ob sie sich vorstellen könnten, den bestehenden Facebook-Auftritt mit ihrer jungen Perspektive zu bereichern. Sie machten dem Vorstand klar, dass junge Leute eher durch Instagram erreicht werden, weshalb es demnächst auch diesen Kanal geben wird.

Von Spende finanziert

Dort wollen sie dann darüber berichten, was in Beuel interessant ist. Als erstes aber sollte es um die Stiftung selbst gehen, sagt Antonia, um „Aufklärung darüber für die jungen Leute, was wir genau machen“. Denn wie viel die Stiftung für Familien und Jugendliche macht, sei den wenigsten bekannt. Von der Spende der Genossenschaftsbank, deren Beueler Regionalbeirat eine Unterstützung der Stiftung vorschlug – ohne etwas vom Social-Media-Projekt wissen zu können, betont Birkner –, soll das Coaching finanziert werden, außerdem sollen die drei auch eine kleine Aufwandsentschädigung für ihre Recherchezeit erhalten.

Die Stiftung will zum einen neue Zielgruppen für die Stiftung interessieren. „Daraus können sich auch wieder neue Projektideen entwickeln, neue Perspektiven, die uns die drei ja auch auftun.“ Zum anderen soll aber gerade jetzt, wo die Corona-Kontaktbeschränkungen nicht mehr so strikt sind, ermöglicht werden, „dass die Menschen auch wieder in Kontakt kommen“, sagt Birkner. Es sei die richtige Zeit für die „Suche nach dem neuen Miteinander“.

Für die drei Jungredakteure ist es auch eine gute Gelegenheit, viele Erfahrungen für ein späteres Berufsleben im Journalismus zu sammeln. Felix ist da noch in der Orientierungsphase, hat aber schon Erfahrungen bei der Gestaltung des Instagram-Accounts seines Tennisvereins gemacht. Antonia sieht ihre Zukunft im Journalismus. „Der Trend geht ja zu Online-Sachen.“ Tobias hat ein Praktikum in einer Pressestelle und einen Schnuppertag beim General-Anzeiger absolviert und könnte sich einen Job im Bereich Unternehmenskommunikation vorstellen.