Jugendorganisation Kleiner Muck Noch Plätze frei für einen Austausch nach Tunesien

Beuel · „Vielfalt neu denken“ – so lautet das Motto eines Austausches zwischen deutschen und tunesischen Jugendlichen. Die Jugendorganisation Kleiner Muck organisiert den und verspricht den Teilnehmenden unvergessliche Erlebnisse und Erkenntnisse.

Jugendliche aus Bonn besuchen im Rahmen des Austauschprogramms der Jugendorganisation Kleiner Muck ihre Gastfamilien in Tunesien.

Jugendliche aus Bonn besuchen im Rahmen des Austauschprogramms der Jugendorganisation Kleiner Muck ihre Gastfamilien in Tunesien.

Foto: Abir Kassis

Jugendliche, die diesen Sommer nicht mit ihren Eltern verreisen und nach einer spannenden Alternative suchen, haben jetzt die Möglichkeit, an einem Austauschprojekt zwischen Bonn und Tunesien teilzunehmen. Das Projekt der Bonner Jugendorganisation Kleiner Muck bietet Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren die Gelegenheit, eine Woche in Bonn und eine Woche bei einer Gastfamilie in Tunesien zu verbringen.

Unter dem Motto „Vielfalt neu denken“ soll das Projekt die Jugendlichen für mehr Offenheit und Toleranz sensibilisieren. „Wir möchten ihnen die positiven Aspekte von Vielfalt und Verschiedenheit näherbringen“, erklärt Jugendpädagogin Jule Knop, die den Austausch seit 2017 regelmäßig organisiert und begleitet. In einer Zeit, in der Vielfalt oft nicht mehr positiv konnotiert sei, wolle man zeigen, dass unterschiedliche Kulturen, Erfahrungen und Perspektiven wertvolle Vorteile bieten und das Zusammenleben bereichern können.

In den beiden Programmphasen, die im Sommer und Herbst stattfinden, erwartet die Teilnehmer in Bonn und Mahdia ein abwechslungsreiches Programm mit Workshops und Ausflügen. Die erste Woche findet in den Sommerferien in Bonn statt, die zweite Woche in den Herbstferien in Tunesien.

Ein wichtiger Bestandteil der Jugendbegegnung ist die Unterbringung in Gastfamilien. Während der ersten Austauschwoche in Bonn vom 28. Juli bis zum 4. August wohnt eine Person aus Mahdia bei einer deutschen Familie. In Mahdia wohnt der deutsche Teilnehmer in den Herbstferien, vom 20. bis zum 27. Oktober, bei seiner tunesischen Gastfamilie. Vor der Reise wird es für alle Teilnehmer ein Vortreffen geben, bei dem die Jugendlichen auf das Programm vorbereitet werden.

Vom Green Juice Festival in eine malerische Altstadt

Während der Reise stehen das gegenseitige Kennenlernen und der kulturelle Austausch im Vordergrund. In Workshops zum Thema Vielfalt setzen sich die Teilnehmer auch mit den Begriffen Diversität und Diskriminierung auseinander.

Neben den Workshops gibt es auch Gelegenheit, die beiden Städte und ihre jeweilige Umgebung zu erkunden. In Bonn stehen unter anderem ein Ausflug nach Köln und der Besuch des Green Juice Festivals, das Anfang August in Vilich stattfindet, auf dem Programm. Nach einer Woche in Bonn geht es für die deutschen Jugendlichen nach Mahdia. „Es ist nicht zu trubelig, die Jugendlichen können die Stadt auf eigene Faust erkunden und das hervorragende Essen genießen“, berichtet Jule Knop. Immer wieder beobachtet sie, wie sich die Jugendlichen während des Austauschprogramms weiterentwickeln. „Sie erfahren, wie es sich anfühlt, in einer neuen Situation oder in einem anderen Land zu sein, und wie es ist, die Sprache nicht zu verstehen“, erzählt die Pädagogin. Dadurch werden insbesondere die interkulturelle Kompetenz und das Empathievermögen der jungen Menschen gesteigert.

Finanziell unterstützt wird der Austausch vom Kinder- und Jugendministerium NRW, wodurch sich die Kosten pro Person auf 250 Euro belaufen. Interessierte können sich noch bis zum 23. Juni für die Reise anmelden: https://international.kleiner-muck.de/tunesien/.