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Bonn: Karnevalistinnen aus Beuel setzen Zeichen für Umweltschutz

„Jecken sammeln Masken!“ : Beueler Karnevalistinnen setzen Zeichen für Umweltschutz

Damencorps der LiKüRa Ehrengarde sammelt am Beueler Rheinufer weggeworfene Schutzmasken. Den nächsten Termin für ihre Umweltaktion haben die Frauen für den 12. Juni anvisiert.

Am Sonntagnachmittag trafen sich sieben Frauen des Damencorps der LiKüRa Ehrengarde zu einer neu ins Leben gerufenen Müllsammelaktion unter dem Motto „Jecken sammeln Masken!“ am Rhein in Beuel. Treffpunkt war der Biergarten „Blauer Affe“, um von dort aus in die umliegenden Grünanlagen am Rheinufer auszuschwärmen. Mit Müllbeuteln bewaffnet gingen sie auf Pirsch nach verlorenen und weggeworfenen Corona-Masken. Die rund anderthalbstündigen Aktion, wurde auch genutzt, um auch anderen Müll einzusammeln.

Die Idee hatte Kirsten Rösch, die sich seit Pandemiebeginn über diese alltäglich gewordene Form der Umweltverschmutzung ärgert: „Ich bin Hundebesitzerin und viel unterwegs. Ich ärgere mich oft über die Verschmutzung durch ausgediente Masken. Irgendwann fing ich an, sie einzusammeln.“ Positiv: Am Rheinufer sei es sauberer als sie dachten, war die einhellige Meinung der Frauen.

Hoffnung auf Nachahmer-Effekt

Die kleine dreijährige Laura berichtet, sie habe eine Zahnbürste gefunden. Von Verpackungsmüll bis Bierdeckel wird von sorglosen Passenten beinahe alles weggeworfen. Von Zigarettenkippen ganz zu schweigen. Was herumliegende FFP2-Masken anbelangt, gibt es laut Röschs Beobachtung eine Häufung jedoch besonders an Haltestellen.

Den nächsten Sammeltermin hat der Damencorps für den 12. Juni 2022 anvisiert. Die Frauen hegen die Hoffnung, dass es einen „Nachahmer-Effekt“ geben könnte. „Wir wissen nicht, wie lange uns die Masken im Alltag noch begleiten. So lange wird es wohl immer eine Verschmutzung durch sie geben“, sagt die Initiatorin. Also: Augen auf und eingesammelt!