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Winnetou, Das Boot oder Taxi Driver: Brotfabrik zeigt Filmplakat-Kunst für Fans

Winnetou, Das Boot oder Taxi Driver : Brotfabrik zeigt Filmplakat-Kunst für Fans

Die neue Kunstausstellung von Kolja Senteur in der Brotfabrik ist ein Leckerbissen für jeden Filmfan. Er hat sich in seinen Werken mit Streifen wie „Das Boot“ und „Taxi Driver“ befasst. Winnetou kommt als Pop-Art daher.

Ein Vexierbild, allein aus Vögeln bestehend, das Alfred Hitchcocks Konterfei abbildet. Ein Porträt, das jede einzelne Furche von Clint Eastwoods grimmigem Gesicht hervorhebt. Oder ein Aquarell von Horst Schimanski, gemalt mit in Duisburger Hafenwasser getauchten Farben. Die abwechslungsreiche Ausstellung „Kolja At the Movies“ im Foyer der Brotfabrik ist ein wahres Eldorado für Cineasten und solche, die es werden wollen.

Die vom Maler und bekennendem Filmliebhaber Kolja Senteur bei seiner Vernissage vorgestellten Porträts und Standbilder weltbekannter Filme und Stilikonen bestechen gleichermaßen durch ihre künstlerische Schöpfungskraft wie den hohen Wiedererkennungswert ihrer kultigen Motive. Von Wolfgang Petersens „Das Boot“ über ein Triptychon von Klaus Kinskis unverwechselbarem Gesicht bis hin zu Robert De Niros weltberühmter Pose in „Taxi Driver“ ist vieles dabei, was den geneigten Besucher zu einem freudig ausgerufenen „Kenn’ ich doch“ verführt. Der Künstler aus Bad Neuenahr-Ahrweiler beweist hierbei neben seiner Kreativität ebenso seine breitgefächerten Fähigkeiten als Maler, indem er seine Motive in verschiedenen, dem Inhalt angepassten Stilrichtungen wiedergibt.

So kommen Freunde von B-Movies voll auf ihre Kosten, wenn sie ein von einer riesigen VHS-Kassette umrandetes Ölgemälde mit einem Motiv aus „Foltercamp der Liebeshexen“ bestaunen dürfen. Eine dynamische Szene aus „Das Kabinett des Dr. Caligari“ trägt naturgemäß expressionistische Züge, während ein Gemälde vom in die Ferne blickenden Winnetou, ganz im Sinne des 60er-Pop-Art, ein „Bravo“-Cover darstellt. „Meine Ausstellung richtet sich natürlich klar an Filmfans“, erklärte Senteur. „Ich möchte allerdings dazu beitragen, dass der Film als eigenständige Kunstform und weniger als bloßes Unterhaltungsmedium angesehen wird.“ Ein Bildnis aus seinem erklärten Lieblingsfilm „Magnolia“ hat der Künstler allerdings bisher nicht angefertigt. „Noch nicht“, wie er sagt.

Die Ausstellung „Kolja At the Movies“ läuft bis zum 22. September. Die Werke sind im Foyer der Brotfabrik an der Kreuzstraße 16 zu sehen.