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Konzert in Sankt Paulus: Bruce Kapusta begeisterte 300 Besucher

Konzert in Sankt Paulus : Bruce Kapusta begeisterte 300 Besucher

Rainer Schmidt

. Traditionell lädt Bruce Kapusta, der Startrompeter aus dem Rheinland, seit Jahren zu Advents- und Weihnachtskonzerten ein. Jetzt trat er in der Pauluskirche in Beuel-Ost bei einem Benefizkonzert von der Kirchlichen Bürgerstiftung Johannes Nepomuk und der Beueler Gewerbe-Gemeinschaft auf. Der Erlös geht dabei komplett an die Nepomuk-Stiftung. „Wir haben gedacht, am Ende des Jahres muss man etwas Gutes tun“, berichtet Werner Koch, der Vorsitzende der Gewerbe-Gemeinschaft. Der Wein für den Glühwein wurde von Hubert Markmann gespendet, den Glühweinverkauf hat der Schiffer-Verein übernommen. Koch: „Wir haben sogar Spenden während des Konzerts von Zuhörern erhalten. Es machen einfach viele mit, um zu dokumentieren: 'Wir sind Beuel'.“ So saß Monika Krämer-Breuer, eine Beueler Stadtverordnete, an der Abendkasse.

Gingen die Veranstalter Tage vor dem Konzert noch von gut 200 Besuchern aus, so wurden sie an diesem Abend eines Besseren belehrt. Knapp 300 Menschen füllten die Kirche komplett aus. „Ich muss für den Pfarrer ein Bild machen“, meinte ein Besucher, „damit er diese Kirche mal voll sehen kann.“Bereits zum dritten Mal, so Kapusta, spiele er in der Pauluskirche. Einen stimmungsvolleren Auftakt für die Festtage als solch ein Konzert, könne man sich eigentlich kaum vorstellen, so Koch. Denn zum einen versteht Kapusta es, mit feierlichen Trompetenklängen und seinem besonderen Sound die Besucher auf das Fest einstimmen, zum anderen bietet er eine herrliche Mixtur aus konzertantem Trompetenspiel, Liedern zum Mitsingen und kölschen Geschichten von Elfi Steickmann, vorgetragen von Annemie Lorenz. Neben seinen eigenen Liedern wie der „Kleine Strossemusikant“, sein erstes selbst komponiertes Stück, das er als kleiner Fetz in den Fußgängerzonen gespielt hatte, und Klassikern wie „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ oder „Leise rieselt der Schnee“ begeisterte er auch mit internationalen Hits wie „White Christmas“ und „Halleluja“ von Leonard Cohen. Bei „Rudolf Rentier“, kam dann die ganze Kirchengemeinde so richtig ins Swingen. Sein vielfältiges Repertoire, ergänzt durch Chizuko Takahashi mit ihrer Violine, kam einfach beim Publikum gut an.

Köstlich auch die von Annemie Lorenz erzählte Anekdote von einem evangelischen Jungen, der eine katholische Messe besucht hatte, vieles inhaltlich nicht zuordnen konnte und anschließend darüber seinem Vater berichtete. Vom Konzert begeistert waren nahezu alle Besucher.

Nur der Auftakt des Abends passte laut einiger Gäste nicht zum besinnlichen Programm: Putzfrau Annemie Plüschprumm, gespielt von Ralf Laubenthal aus Oberkassel, reinigte zu Beginn die Kirche und sollte für Lacher sorgen. „Das gehört nicht in eine Kirche und nicht zu Weihnachten“, urteilte eine enttäuschte Besucherin.