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Forderungskatalog der Beueler Bürgervereine: Bürgervereine fordern Seilbahn-Verlängerung auf den Ennert

Forderungskatalog der Beueler Bürgervereine : Bürgervereine fordern Seilbahn-Verlängerung auf den Ennert

Die Arbeitsgemeinschaft der rechtsrheinischen Bürgervereine (Arge) in Vilich stellt Forderungen an Politik und Verwaltung: Sie begrüßt den geplanten Bau der Seilbahn – und fordert eine mögliche Verlängerung auf die rechtsrheinischen Anhöhen des Ennerts.

Eine Seilbahn, die zwischen Venusberg und Ennert pendelt, die Verlängerung des Rad- und Fußwegs entlang der Sankt Augustiner Straße (B56) und ein Park-&-Ride-Konzept für alle Stationen der neuen S13 auf Beueler Gebiet – diese drei Forderungen stellen die 14 Beueler Bürgervereine. Zur ersten Jahressitzung trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der rechtsrheinischen Bürgervereine (Arge) in Vilich.

Evelin Jörg, Vorsitzende des Bürgervereins Vilich, der in diesem Jahr den Vorsitz in der Arge hat, hatte aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie erst jetzt zur sogenannten Frühjahrssitzung einladen können. Entsprechend lang war die Tagesordnung – gespickt mit vielen aktuellen Themen aus dem Stadtbezirk. Drei Resolutionen verabschiedeten die Vorsitzenden einstimmig:

■ S13: Die Arge fordert die Stadt Bonn auf, ein Park-&-Ride-Konzept für alle Haltepunkte entlang der Schnellbahntrasse S13 zu erstellen und die rechtsrheinischen Bürgervereine in die Planung mit einzubeziehen. Dabei sollen vor allem auch die künftigen Verkehrsströme und der erforderliche Parkflächenbedarf berücksichtigt werden.

■ Seilbahn: Die Arge begrüßt den geplanten Bau der Seilbahn von der Uniklinik nach Beuel und fordert, dass bei der aktuellen Planung der Linienführung/Trasse eine mögliche Verlängerung auf die rechtsrheinischen Anhöhen des Ennerts erhalten bleiben. Außerdem wünschen die Bürgervereine über den Fortlauf der Diskussion sowie über mögliche Standorte am Schießbergweg und am U-Bahnhof (beide möglichen Stationen liegen in Ramersdorf) zeitnah informiert zu werden.

■ Radweg: Die Arge fordert eine provisorische Herstellung eines Rad- und Gehweges entlang der Sankt Augustiner Straße (B 56) – und zwar im Abschnitt zwischen der Straße Am Herrengarten in Vilich-Müldorf und der Kautexstraße in Bechlinghoven. Und zwar deshalb provisorisch, weil im Zuge des geplanten Kreisverkehrs in Höhe der Bundesgrenzschutzstraße ein kombinierter Fuß- und Radweg gebaut werden soll. Aber wann das geschehen wird, steht derzeit nicht fest.

Die meisten der 14 Bürgervereine haben nach Auskunft von Jörg bereits entschieden, dass die Martinszüge im November wegen der Corona-Pandemie ausfallen werden. „In einigen Orten organisieren auch Schulen die Martinszüge. Ob Schulen bereits Entscheidungen getroffen haben, ist mir nicht bekannt“, sagte Jörg. Auch andere Veranstaltungsformate sind weitgehend ausgefallen. „Wir können bei Veranstaltungen in Räumen einfach nicht die Abstandsregeln einhalten“, so Jörg. Bis auf den Bürgerverein Vilich-Müldorf, der die Mühlenbachhalle nutzt, gibt es keinen Bürgerverein, der ausreichend große Räumlichkeiten zur Verfügung hat. Nach der Tagung empfingen die Bürgervereine Vertreter von zahlreichen Parteien zu einem Gedankenaustausch. Künftig will die Arge häufiger Vertreter der Beueler Bezirksvertretung zu ihren Sitzungen einladen, um wichtige Themen gemeinsam mit der Politik zu besprechen.