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School Dance Battle NRW: "Dancation" konnte sich nicht gegen die Konkurrenz behaupten

School Dance Battle NRW : "Dancation" konnte sich nicht gegen die Konkurrenz behaupten

Für die drei Mädchen vom Sankt-Adelheid-Gymnasium war im Finale der "School Dance Battle" Schluss.. Unter 500 Bewerbern hatten sie sich für den finalen Wettbewerb qualifiziert.

Pure Gelassenheit strahlen Patricia Schnepf, Thyra Dahl und Angelique Schäfer aus. Die 17 Jahre jungen Damen wissen, was sie können, und sie wissen, was sie wollen - den School Dance Battle NRW 2012 gewinnen. Seit Januar arbeiten die Schülerinnen des Sankt-Adelheid-Gymnasiums als Team "Dancation" in jeder freien Minute an ihrer etwa dreiminütigen Tanzvorführung.

Mit harter Arbeit und Durchsetzungswillen konnten sie sich unter 500 Bewerbern für den finalen Wettbewerb im Düsseldorfer Tanzhaus qualifizieren.

Doch dort langte es am Samstag nicht zum Sieg. Genau wie "Beats 7", die Gruppe des Amos-Comenius-Gymnasiums, konnte sich "Dancation" nicht gegen die starke Konkurrenz behaupten. Allerdings war der Sieg der "Private Dancers" der Ballettschule Köln-Porz umstritten, da diese nicht als Vertreter einer Sekundarschule antraten, sondern als Gruppe einer privaten Sportschule.

Zurück zur Gruppe "Dancation" aus Beuel, die ursprünglich aus sechs Tänzerinnen bestand. "Drei sprangen ab. Die Doppelbelastung Lernen und Training war ihnen zu groß", berichtet Angelique am Donnerstagabend bei der Generalprobe. Nur zwei Tage hatten die Mädchen da noch, um ihrem Auftritt den letzten Schliff zu geben. "Wir sind gut vorbereitet. Die Choreografie steht, nur die Musik muss noch einmal umgeschnitten werden", erklärte Dahl.

Gefunden hatte sich das Team während des großen Weihnachtsbasars der Schule. "Mit einer großen Gruppe hatten wir eine Tanzshow einstudiert", so die Sportlehrerin Dorit Freisen. Nicht mit dabei war Angelique, sah das Spektakel aber als Zuschauerin und sprach die anderen Mädchen nach ihrem Auftritt an. "Ich hatte die Plakate für die "School Dance Battle" gesehen und wollte unbedingt mitmachen", sagt sie.

Training für Training habe man die Choreografie weiter ausgebaut. Jeder habe sich mit Vorschlägen eingebracht, schließlich wurde so lange geübt und ausprobiert, bis alles rund gewesen sei. "Herausgekommen ist eine Mischung aus Hip-Hop und Showdance", beschreibt Patricia.

Bereits zum zweiten Mal hatten die AOKs Rheinland und Hamburg gemeinsam zu dem Wettbewerb eingeladen. Die Sieger erhalten einen Tanzworkshop mit Nadia Espiritu. Und auch wenn die Mädchen aus Beuel es nicht nach ganz vorne schafften: Sportlehrerin Freisen begrüßt den Biss ihrer Schülerinnen, die sich mitunter auch abends und am Wochenende alleine in der Schule verausgabten: "Die Mädchen zeigen den richtigen Einsatz", lobte sie, bevor es an die letzte Probe ging.

Dort zeigte sich das Team noch optimistisch. Und das Trio wollte unbedingt gewinnen. "Natürlich macht es Spaß, gemeinsam zu üben und eine Choreografie zu entwickeln", sagte Angelique. "Aber wir machen das nicht nur, weil es so schön ist."