Promenadenfest in Beuel Das Debüt des Möhnchen-Clubs

BEUEL · Trotz einiger neuer Teilnehmer machen immer weniger Vereine beim Promenadenfest mit. Bezirksbürgermeister Guido Déus will über ein neues Konzept verhandeln.

 Der Nachwuchs rockt! Die Mädchen vom "Mönchen-Club" Mit den Altgedienten vom Alten Beueler Damenkomitee.

Der Nachwuchs rockt! Die Mädchen vom "Mönchen-Club" Mit den Altgedienten vom Alten Beueler Damenkomitee.

Foto: Max Malsch

„Das ist aber klein geworden“, stellte eine Besucherin des Promenadenfests fest. An der Beueler Rheinpromenade nördlich der Kennedybrücke präsentierten sich 35 Anbieter aus Beuel dem Publikum, das dank des Sonnenscheins den Platz ganz gut bevölkerte. Weniger als 30 der gut 200 Ortsvereine hatten Stände aufgebaut. „Das waren mal deutlich mehr“, sagte Bezirksbürgermeister Guido Déus nach seiner Eröffnungsansprache auf der Bühne.

Die Beteiligung am Promenadenfest mit seiner mehr als 30-jährigen Tradition hatte in den letzten Jahren kontinuierlich nachgelassen. Angesichts der Tatsache, dass es zu den teuersten städtischen Veranstaltungen in Beuel zählt, müsse man sich über die Zukunft Gedanken machen. „Nach diesem Mal müssen wir uns zusammen hinsetzen und darüber sprechen, wie es weitergehen kann“, so Déus.

Die Aussage von Vereinsleuten, es sei zu wenig Werbung gemacht worden, wollte er nicht gelten lassen. „Wir haben Flyer und Programmankündigungen verteilt und alle 200 Vereine zweimal angeschrieben.“ Es soll auf jeden Fall irgendwie weitergehen, fand die künftige Bonna Patty Burgunder vom Alten Beueler Damenkomitee. Das Komitee von 1824 hatte seinen Standplatz – verglichen mit dem Vorjahr – verdoppelt, damit sich der Vereinsnachwuchs selber vorstellen konnte: Der neue „Möhnchen-Club“ besteht derzeit aus vier Mädchen.

Kinderkarussell fehlt

Lena zum Beispiel, Tochter eines Komitee-Mitglieds, ist mit ihren 13 Jahren zu jung, um bei den Großen mitzumachen. Deshalb hatte sie mit drei anderen Mädchen den Club angeregt, der als eigene Gruppe im Beueler Karnevalszug mitgehen und bei Pützchens Markt, Bonn Picobello und anderen Veranstaltungen mitmachen wird. Bei dem Fest boten die vier die Foto-Box an, in der die Besucher sich mit verrückten Verkleidungen ablichten lassen konnten. Ein fünftes Mönchen ist laut Betreuerin Katja Braun schon unterwegs und wird natürlich gleich integriert.

Zum ersten Mal war auch der FrauenComputerClub Bonn vertreten. Seit 1998 bieten die Mitglieder Frauen Hilfe bei Computer- und Internetfragen an. „Wir wollten unsere Öffentlichkeitsarbeit ankurbeln“, sagte Ilona Kracht-Horstmeier. Und natürlich Nachwuchs gewinnen. Sie mussten laut Hanne Schmitt für ihren Stand nichts bezahlen, weil sie nichts verkauften. Es gab einiges für Kinder. So war eine Hüpfburg aufgebaut, bei der Feuerwehr durfte der Nachwuchs einen Feuerwehrschlauch bedienen und beim Jugendrotkreuz einen großen Teddy verbinden.

Matthias Willer und Stefan Schraps, Besucher aus Thüringen, fanden das Fest ganz nett, hätten sich aber mehr für ganz kleine Kinder gewünscht. „Das Foto zum Fest hatte suggeriert, dass es ein Karussell gibt.“ In der Tat hing das Plakat mit diesem Bild auch am Eingang zum Festplatz, ein Karussell wurde aber nicht angeboten.

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