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Jugendzentrum in Beuel: Das Haus im Park steht Kopf

Jugendzentrum in Beuel : Das Haus im Park steht Kopf

Eine Fotoaktion von Jugendzentrum und Kleiner Muck findet bundesweite Nachahmer. Sie machen damit auf Online-Angebote im Lockdown aufmerksam und bringen die Hoffnung eines baldigen Wiedersehens zum Ausdruck.

Das Jugendzentrum „Haus im Park“ (HiP) und der Verein „Kleiner Muck“ haben vor einigen Tagen auf Instagram die Aktion #ohneeuchstehtalleskopf ins Leben gerufen. Ein Foto des Jugendzentrums und ein Foto von „Speedy“, dem Jugendspielmobil wurden auf den Kopf gestellt und darunter folgender Text gepostet: „Ohne euch steht alles Kopf. Wir vermissen unsere HiP-Zeit mit unseren Besucher*innen sehr und freuen uns schon darauf, endlich wieder zu öffnen! Bei euch steht auch alles Kopf? Dann macht ein Foto eurer Jugendeinrichtung, stellt es auf den Kopf und postet es mit dem Hashtag #ohneeuchstehtalleskopf auf euren Social Media Plattformen! Wir sind gespannt, wie viele zusammenkommen!“

Jugendzentrum in Beuel: Das Haus im Park steht Kopf
Foto: Rainer Schmidt

Die Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit können in den meisten Teilen Deutschlands aufgrund des aktuellen Lockdowns zur Zeit keine Präsenzangebote durchführen. Trotzdem gibt es zahlreiche Aktionen, wie digitale Angebote, Care-Päckchen für zu Hause, Einzelgespräche, Malwettbewerbe und viele andere mehr, um mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben und sie in dieser Zeit zu begleiten. Wenn man an Corona etwas positiv sehen will, dann, dass die Ideen, was man wie anbieten oder wie man trotz allem in „Kontakt“ bleiben kann, nur so sprießen.

300 Nachahmer binnen kurzer Zeit

„Mit unserer Aktion haben wir eine große Welle ausgelöst. Schon in wenigen Tagen haben uns über 300 Kinder- und Jugendeinrichtungen aus ganz Deutschland nachgemacht“, berichtet Katrin Buchholz, Leiterin des HiP. Diese Maßnahme mache deutlich, wie sehr die Jugendeinrichtungen ihre Besucher und Besucherinnen vermissen und auf ein baldiges Wiedersehen hoffen. „Es wird sichtbar, dass die Offene Kinder- und Jugendarbeit ihre Kinder und Jugendlichen nicht im Stich lässt und auch im Lockdown viele kreative Ideen entwickelt, um weiterhin in Kontakt zu bleiben“, so Buchholz.

Und trotzdem fehlen die Präsenzangebote sehr und lassen sich nicht ersetzen. Kinder und Jugendliche brauchen die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, als Orte der Begegnung, Partizipation und non-formaler Bildungsprozesse. Die Jugendeinrichtungen sind für viele junge Menschen ein zweites zu Hause und ein wichtiger Anlaufpunkt in ihrem Alltag. „Offene Kinder- und Jugendarbeit ist systemrelevant“, teilt Buchholz dem GA mit.

Wenn kein Lockdown ist, dann treffen sich im Jugendzentrum Haus im Park in Neu-Vilich Kinder ab sechs Jahren von Dienstag bis Freitag von 16 Uhr bis 18.30 Uhr; Kinder ab zehn Jahren am Mittwoch und Donnerstag von 18.30 Uhr bis 21 Uhr; und Jugendliche ab zwölf und bis 21 Jahre dienstags und freitags von 18.30 Uhr bis 21 Uhr. Hier können Kinder und Jugendliche ihre Freizeit aktiv gestalten, an verschiedenen Angeboten teilnehmen und sich mit Freunden treffen. Das täglich wechselnde Programm sorgt für eine bunte Vielfalt, es wird gemeinsam mit den Besuchern gestaltet. Zur Offenen Jugendarbeit gehört auch das „Jugendmobil Speedy“, das an fünf Nachmittagen unter anderem in Oberkassel, Ramersdorf und Geislar Station macht.

Weitere Informationen zu den Angeboten unter https://www.jugendzentrum-hip.de und https://www.jugendmobil-speedy.de sowie auf Instagram unter https://www.instagram.com/p/CK3a3IIhY9S/