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Musicalpremiere: Den Drachen in seine Schranken weisen

Musicalpremiere : Den Drachen in seine Schranken weisen

168 Kinder der Bonn International School haben das Musical „7 Mountains“ im Brückenforum aufgeführt. Komponist des Stückes ist der Bonner Musiker Marc Unkel.

Die Weintraubenpflücker und die Jäger im Siebengebirge haben ein Problem: Sie haben Durst, aber das Wasser wird vom gefährlichen Drachen bewacht. Darunter leiden auch die Kräuterfeen im Wald, denn sie finden keine Kräuter mehr. Der Drache muss weg, denken sich die Menschen. Die Traubenpflücker werfen eine Flaschenpost mit einem Hilferuf in den Rhein. Gefunden wird die von ein paar abenteuerlustigen Fischern, die sich sofort auf den Weg machen. Alle gemeinsam stellen sich der Bestie in den Weg.

Das ist der Auftakt des Musicals „7 Mountains“, das Marc Unkel geschrieben hat. Er wohnt im Schatten des Drachenfelsens und hat die Nibelungensage zu einem amüsanten Musikstück von Kindern für Kinder zusammengefasst, das gestern im Brückenforum zu sehen war. „Ich habe das Stück letztes Jahr mit deutschen Grundschülern gemacht“, sagte er. Danach übersetzte er es: Gestern war die Premiere auf Englisch.

Auf der Bühne traten im Lauf des Abends 168 Kinder auf: Sie besuchen die Bonn International School und die Unterrichtssprache ist Englisch. Die meisten Schauspieler stammen aus internationalen Familien. So wie die Traubenpflückerinnen Laura (10) und das Burgfräulein Sarah (10). Beide sind Viertklässler und finden die Geschichte vom Drachen schön und aufregend. „Es war lustig, das alles immer zu proben und Kostüme anzuziehen“, so Laura. Ritter Tarik (11) mochte, dass das Stück so „action-filled“ ist. Bühnenerfahrung haben sie schon von früheren Auftritten, aber so viel Publikum wie am Mittwoch hatten sie noch nie.

Laut Schulleiter Simon Davidson ist das das erste Theaterstück mit Grundschulkindern – an der BIS gehören auch die Fünftklässler dazu. Für die Musik hatte man Profimusiker aus NRW engagiert. Die Schüler sollten als Laien ein möglichst professionelles Umfeld haben. Es war für die BIS vorerst die einzige Aufführung des Stücks.